Eredivisie Wetten in der Schweiz: Was die Buchmacher wirklich kosten

Updated Oktober 2026
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Wer in der Schweiz auf die Eredivisie wetten will, hat eine sehr kurze Liste: Swisslos mit Sporttip und Loterie Romande mit Jouez Sport. Beide sind die einzigen Veranstalterinnen mit einer Schweizer Bewilligung, jede bedient ihre Sprachregion, und die Eredivisie gehört zum erlaubten Wettprogramm. Alles andere – Curaçao-Brandszellen, Malta-Lizenzen, deutsch regulierte Anbieter ohne Schweizer Bewilligung – ist in der Schweiz schlicht, nicht zugelassen. Wer dort ein Konto eröffnet, spielt ohne Schweizer Schutz, ohne Spielsperre-Anschluss und im Ernstfall ohne Rekurs.

Ein Fussballplatz neben einem Kanal in flachem Land mit Windrädern am Horizont, Abendlicht liegt über dem Rasen
Die Eredivisie wurde 1956 gegründet und wird vom niederländischen Fussballverband KNVB organisiert; 18 Vereine spielen im Hin- und Rückspiel gegeneinander, das ergibt 34 Spieltage.

Diese Seite nimmt die Schweizer Realität beim Wort. Sie zeigt, was das Spielen auf die niederländische Profiliga in der Schweiz tatsächlich kostet: an Marge, an Verlustlimite, an Einsatzlimite und an Steuern. Wer eine schnelle Empfehlung sucht, landet im Abschnitt zum Anbieter-Vergleich. Wer verstehen will, warum dort nur zwei Namen stehen, liest im Abschnitt zur Rechtslage weiter.

Stand: 20 Oktober 2026. Geprüft gegen die Gespa-Bewilligungsliste und die Spielregeln von Swisslos Sporttip und Loterie Romande.

Inhaltsverzeichnis
  1. Verlustlimiten, Spielsperren und der Schweizer Schutzrahmen
  2. Spielplan und Tabellenstand der Eredivisie 2025/26
  3. Anbieter im Vergleich: Wer in der Schweiz Eredivisie-Wetten anbieten darf
  4. Was die Quote tatsächlich kostet: Margen berechnen
  5. Rechtslage: Was in der Schweiz erlaubt ist und was nicht
  6. Häufig gestellte Fragen

Verlustlimiten, Spielsperren und der Schweizer Schutzrahmen

Bevor über Quoten, Anbieter und Aufstellungen der Eredivisie geredet wird, steht der Rahmen, in dem jede Wette in der Schweiz stattfindet. Der Schutzrahmen gilt für alle Wettenden gleich, unabhängig davon, ob sie auf Ajax, Feyenoord oder den letztplatzierten Verein der Eredivisie setzen.

Ein Fussball liegt auf einer Wiese neben einem Fahrrad, im Hintergrund ein Kanal im Morgenlicht
Die Eredivisie 2025/26 lief vom 8. August 2025 bis zum 17. Mai 2026 mit 306 Spielen; Meister wurde PSV Eindhoven mit 84 Punkten (27 Siege, 3 Unentschieden, 4 Niederlagen).

Mindestbestände 18 Jahre und ein Konto pro Person. Wer in der Schweiz Sportwetten platzieren will, muss mindestens 18 Jahre alt sein und einen festen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet der jeweiligen Veranstalterin haben. Die Identität wird über einen hochgeladenen Ausweis geprüft. Jede Person darf sich nur einmal registrieren, mehrere Konten sind nicht zulässig. Wer als Wettkämpfer oder Funktionär an einem Ereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten.

Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage. Vor der ersten Wette bei Sporttip setzen Spielende drei Verlustlimiten: eines für den Tag, eines für die Woche, eines für den Monat. Die Obergrenze pro Tag liegt bei CHF 9’999, für unter 21-Jährige bei CHF 1’000. Eine Senkung der Limite gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden – wer sich also den Wochenverlust aufschraubt, muss drei Tage warten. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage setzen, eine zusätzliche Bremse, die der Anbieter im Profil anbietet.

Spielsperre produktbezogen für eine oder vier Wochen. Wer sich selbst pausieren will, kann den Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage sperren. Eine Aufhebung vor Fristablauf ist ausgeschlossen, Swisslos lässt hier nicht mit sich reden. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos, einschliesslich Online-Casinos, sowie im Fürstentum Liechtenstein.

Wer ausgesperrt ist, hat keinen Anspruch auf Einsatz oder Gewinn. Das ist die Konsequenz, die in den Bedingungen steht und die selten erwähnt wird: Wettende, die gesperrt sind oder das Mindestalter nicht einhalten, haben keinen Anspruch auf ihre Einsätze oder Gewinne. Wer die Limite reisst, wird auch ohne böse Identifikation ausgeschlossen.

Gewinne gehen nur auf ein Konto im eigenen Namen. Auszahlungen und Rückbuchungen gehen ausschliesslich auf ein Zahlungskonto, das auf den/die Kontoinhaber:in lautet. Anonyme Auszahlungen, Auszahlungen auf Drittkonten oder Kryptowährungen sind in der Schweizer Bewilligung nicht vorgesehen. Wer mit einer ausländischen Karte oder Wallet einzahlt, wird beim Schweizer Anbieter nicht durchkommen.

Der Schutzrahmen wirkt auf den ersten Blick streng. Er kostet den/die Wettende:n vor allem Bequemlichkeit: keine Erhöhung des Wochenlimits ohne Wartezeit, keine spontane Aufhebung der Selbstaussperrung. Wer diszipliniert setzt, spürt davon wenig. Wer unter Druck gerät, bekommt eine Bremse, die der Markt allein nicht baut.

Spielplan und Tabellenstand der Eredivisie 2025/26

Wer auf die Eredivisie wettet, muss die Struktur der Liga kennen. Sie entscheidet, welche Spiele welchen Marktwert haben und welche Partien für Wetten überhaupt in Frage kommen.

Format und Geschichte. Die Eredivisie wurde 1956 gegründet und wird vom niederländischen Fussballverband KNVB organisiert. 18 Vereine spielen im Hin- und Rückspiel gegeneinander, das ergibt 34 Spieltage. Der Meister darf in die UEFA Champions League, weitere Plätze qualifizieren sich für die Europa- und Conference League. Seit 2019/20 steigt der 17. direkt ab, der 16. spielt in Hin- und Rückspiel-Play-offs gegen Vereine der Eerste Divisie um den letzten Platz in der Liga.

Play-offs um Europastartplätze. Seit 2008/09 spielen die Plätze 5 bis 8 in Hin- und Rückspiel-Play-offs um einen europäischen Startplatz. Seit 2020/21 führt der Sieger in die UEFA Europa Conference League. Diese Play-offs sind taktisch eigene Märkte: zwei Spiele, Tordifferenz zählt, oft genug entscheidet ein Auswärtstor.

Saison 2025/26: PSV als souveräner Meister. Die Saison lief vom 8. August 2025 bis zum 17. Mai 2026 mit 306 Spielen. Meister wurde PSV Eindhoven mit 84 Punkten (27 Siege, 3 Unentschieden, 4 Niederlagen). Am 29. Spieltag stand PSV als Meister fest, so früh wie noch nie in der Ligageschichte. Torschützenkönig wurde Ayase Ueda von Feyenoord Rotterdam mit 25 Toren.

Abstieg 2025/26. Aus der Eredivisie stiegen Heracles Almelo (19 Punkte) und NAC Breda (29 Punkte) ab. Der 16. der Saison, der normalerweise in die Play-offs gegen die Eerste Divisie geht, hatte 2025/36 mehr Punkte als die beiden Absteiger, daher spielten Heracles und NAC direkt ab.

Rekordspieler und Routetournemühle. Rekordspieler der Eredivisie ist Jan Jongbloed mit 717 Einsätzen, Rekordtorschütze Willy van der Kuijlen mit 311 Toren. Beide Namen stehen in der Geschichte der Liga, beide gehören zu einer Zeit, in der die Eredivisie noch eine andere defensive Struktur hatte.

Welche Spiele für Wetten in Frage kommen. Bei Sporttip und Jouez Sport stehen alle 306 Spiele der Saison als Prematch- und Livewetten im Programm, sofern das Ereignis auf der Gespa-Liste der zugelassenen Wettbewerbe figuriert. Die Play-offs gegen die Eerste Divisie und die Europa-Play-offs sind ebenfalls Teil des Wettprogramms, jeweils mit eigenen Märkten für Sieg, Doppelte Chance und Über/Unter Tore. Spezialmärkte wie Ecken, Karten oder erste Torschützen sind in der Schweizer Gespa-Liste nicht durchgängig enthalten und nur dann verfügbar, wenn der jeweilige Anbieter sie auflistet.

Wer auf die Eredivisie wettet, kommt an den Play-offs nicht vorbei: zwei von drei Titeln der Saison (Meisterschaft, europäische Startplätze) entscheiden sich dort, nicht in der Hauptrunde. Die reguläre Saison ist die Ouvertüre; der Mai ist das Stück.

Anbieter im Vergleich: Wer in der Schweiz Eredivisie-Wetten anbieten darf

Die nachfolgende Tabelle zeigt die zehn in dieser Rangliste verglichenen Anbieter, ihre Bewilligung in der Schweiz und den organisatorischen Hintergrund. Nur die ersten beiden Einträge dürfen in der Schweiz Sportwetten legal anbieten. Alle anderen sind ausländische Brandszellen ohne Schweizer Bewilligung, in der Schweiz nicht zugelassen, im Gespa-Sperrregister potenziell blockiert.

Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalterin / ausgewiesene Lizenz
Swisslos Sporttip Bewilligung (Veranstalter- und Spielbewilligung unter BGS) SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel; Aufsicht Gespa
Loterie Romande Jouez Sport Bewilligung (Veranstalter- und Spielbewilligung unter BGS) Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande), Lausanne; Aufsicht Gespa
Betovo ohne Schweizer Bewilligung nicht ausgewiesen; Lizenzangaben ohne Kraft in der Schweiz
Unibet ohne Schweizer Bewilligung nicht ausgewiesen; Lizenzangaben ohne Kraft in der Schweiz
BetAlright ohne Schweizer Bewilligung nicht ausgewiesen; Lizenzangaben ohne Kraft in der Schweiz
Rabona ohne Schweizer Bewilligung nicht ausgewiesen; Lizenzangaben ohne Kraft in der Schweiz
WirWetten ohne Schweizer Bewilligung nicht ausgewiesen; Lizenzangaben ohne Kraft in der Schweiz
Wettigo ohne Schweizer Bewilligung nicht ausgewiesen; Lizenzangaben ohne Kraft in der Schweiz
AmunRa ohne Schweizer Bewilligung nicht ausgewiesen; Lizenzangaben ohne Kraft in der Schweiz
20Bet ohne Schweizer Bewilligung nicht ausgewiesen; Lizenzangaben ohne Kraft in der Schweiz

Die Spalte «Schweizer Bewilligung» erklärt für sich, warum die Tabelle zwei verschiedene Welten zeigt. Die ersten beiden Reihen sind die einzigen Anbieter, die in der Schweiz Sportwetten anbieten dürfen. Alles darunter ist eine Aufzählung von Marken, die im Schweizer Markt präsent sind, ohne dass ihre Lizenz irgendetwas an der Schweizer Rechtslage ändert. Wer dort spielt, spielt gegen eine ausländische Rechtsordnung und ohne den Schutzrahmen, den das BGS vorsieht.

Swisslos Sporttip – der einzige Anbieter für die Deutschschweiz

Swisslos mit Sitz in Basel veranstaltet Sportwetten unter dem Produktnamen Sporttip, gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019. Die Sportwetten sind unter dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51) bewilligt, die Aufsicht führt die Gespa in Bern. Swisslos ist eine der beiden Veranstalterinnen, die der Gesetzgeber für Sportwetten in der Schweiz zulässt.

Vertragsgebiet. Sporttip wird in den Kantonen AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt. Wer in der Romandie wohnt, kann kein Sporttip-Konto eröffnen, sondern nur über die Loterie Romande spielen.

Einsatzlimiten. Bei Sporttip liegt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten bei CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette bei CHF 1’000 und für eine Systemwette bei CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern; eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Für die Wettenden bedeutet das: wer ein grösseres Volumen setzen will, verteilt das auf mehrere Scheine oder steigt auf Systemwetten um.

Wie ein Gewinn zustande kommt. Der Gewinnbetrag ergibt sich aus Einsatz mal Quote. Bei Kombinationen wird die Gesamtquote mit dem Einsatz multipliziert, sie ist das Produkt der Einzelquoten. Der Betrag wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Aus CHF 100 mal 2.10 wird also nicht CHF 210.00, sondern CHF 209.95, das ist die Rundung, die Swisslos in den Regeln festhält.

Reguläre Spielzeit. Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer (etwa Fussball 90 Minuten) plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Wer auf «Sieg nach 90 Minuten» wettet, wettet nicht auf das Ergebnis nach Verlängerung.

Cash-Out. Cash-Out gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und Swisslos garantiert Cash-Out nicht für jeden Markt. Der Betrag ist tiefer als der mögliche Wettgewinn bei Nichtvorzeitigkeit und hängt vom Stand der Sportereignisse ab. Swisslos kann Cash-Out jederzeit ändern. Wettende, die sich auf Cash-Out verlassen, bauen auf ein Instrument, das der Anbieter jederzeit zurückziehen darf.

Boosts und Kombiboost. Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage; Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert; bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Der Kombiboost verlangt mindestens vier Voraussagen mit Quote von je mindestens 1.50 und gilt nur online (Prematch, Live, Systemwetten). Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen.

Livewetten und spielentscheidende Situationen. Bei Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00. In spielentscheidenden Situationen (Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid) kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Der Anbieter schützt sich gegen Wetten, die das Ergebnis schon kennen.

Bet Builder und abhängige Ereignisse. Bei Sporttip werden voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung nur über die «Bet-Builder-Funktion» kombiniert. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten.

Verteilung der Reingewinne. Swisslos verteilte für 2025 einen Reingewinn von CHF 562 Mio.: CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz, davon an Swiss Olympic, Eishockey, Fussball und Sporthilfe. Aus den Sportwetten stammten CHF 109 Mio., im Vorjahr waren es CHF 122 Mio. Der Ertrag aus Sportwetten ist nicht der Hauptertrag, aber ein nennenswerter Teil.

Wirtschaftlicher Wert für den/die Wettende:n. Sporttip ist die einzige legal zugängliche Wettplattform für die Deutschschweiz und das Tessin. Die Limite ist eng (maximal CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombiwette), die Regeln sind streng, der Markt ist klein, die Quoten liegen leicht über dem, was internationale Anbieter zeigen. Wer ein Konto bei Sporttip eröffnet, weiss genau, was er bekommt: ein enges Limit, eine Gespa-Bewilligung und einen Anbieter, der die Regeln nicht zu seinen Gunsten biegt. Wer mehr Volumen braucht, stösst an die Limite, anderswo wartet der ungesicherte Markt.

Loterie Romande Jouez Sport – der einzige Anbieter für die Romandie

Die Loterie Romande betreibt Sportwetten unter dem Produktnamen Jouez Sport und ist die zweite der beiden Veranstalterinnen, die der Gesetzgeber in der Schweiz zulässt. Sie bedient die sechs Westschweizer Kantone FR, GE, JU, NE, VD und VS.

Standort und Grösse. Die Loterie Romande hat ihren Sitz an der Avenue de Provence 14 in Lausanne und beschäftigt sich 221 Mitarbeitende. Sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz, das ist die Hälfte der Schweizer Verkaufsstellen für Geldspiele. Wer in Genf, Lausanne, Sitten oder Neuenburg wohnt, kommt an Jouez Sport nicht vorbei, wenn er legal wetten will.

Vertragsgebiet. Jouez Sport wird in den sechs Westschweizer Kantonen Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura durchgeführt. Wer in der Deutschschweiz wohnt, kann kein Konto eröffnen, sondern muss zu Swisslos Sportteil. Die Zwei-spellung der Schweizer Sportwetten ist hart: zwei Kantone-Gruppen, zwei Anbieter, kein Übertritt.

Bewilligung und Aufsicht. Die Loterie Romande ist wie Swisslos nach dem BGS bewilligt und untersteht der Aufsicht durch die Gespa in Bern. Beide Veranstalterinnen sind Grossspiele und brauchen eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung pro Spiel.

Wer Jouez Sport will. Wer in der Romandie wohnt, kann sich auf jeux.loro.ch (Adresse für die Prüfung, nicht für den Druck) registrieren. Die Registrierung läuft nach den gleichen Regeln wie bei Swisslos: 18 Jahre, Wohnsitz im Vertragsgebiet, ein Konto pro Person, Ausweisprüfung.

Wirtschaftlicher Wert für den/die Wettende:n. Loterie Romande ist die einzige legal zugängliche Wettplattform für die Romandie. Das Wettprogramm deckt die Eredivisie ab, sofern das Ereignis auf der Gespa-Liste steht. Wer in der Romandie wohnt und auf Ajax oder PSV wetten will, hat keine andere legale Wahl. Die Limite und der Spielerschutz sind mit Sporttip vergleichbar.

Betovo – ohne Schweizer Bewilligung

Betovo operiert ohne schweizerische Bewilligung. Obgleich das Unternehmen im Land präsent ist, besitzen seine Lizenzen aus Curaçao oder Malta in der Schweiz keine Gültigkeit, da gemäss Art. 4 BGS ausschliesslich Schweizer Genehmigungen zählen.

Bewilligung. Betovo hat keine Schweizer Bewilligung. Die Lizenzangaben auf der eigenen Seite sind in der Schweiz ohne Kraft. Es besteht kein Anschluss an das nationale Sperrregister, und für Schweizer Spielende gibt es hier keinen Rechtsweg.

Sperrliste. Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste von Domains, die Schweizer Telekomanbieter via DNS blocken. Domains auf der Liste werden nicht zurückgerufen, sie werden über Nacht ersetzt, der Vorgang nennt sich Domain-Hopping. Wer in der Schweiz die Seite öffnet, läuft ins Leere.

Wirtschaftlicher Wert für den/die Wettende:n. Betovo gehört zu einer Klasse von Anbietern, die mit Bonusversprechen und Lizenz-Vielfalt werben, aber in der Schweiz keinen Schutz geniessen. Wer dort einzahlt, läuft Gefahr, dass sein Guthaben bei einer Sperrung der Seite verschwindet. Wer auszahlen will, geht den Weg der ausländischen Rechtsordnung des Anbieters, nicht den Schweizer Weg.

Unibet – ohne Schweizer Bewilligung

Unibet gehört in dieselbe Klasse wie Betovo. Die Marke wirkt seriös, sie hat in anderen europäischen Ländern Bewilligungen, in der Schweiz gilt sie nichts.

Bewilligung. Unibet hat keine Schweizer Bewilligung. Lizenzangaben aus dem Ausland sind hier ohne Wirkung. Wer hier spielt, bewegt sich ausserhalb der Schweizer Aufsicht; ein Spielerschutz ist nicht gewährleistet.

Sperrliste. Webadressen von Unibet finden sich regelmässig auf der Sperrliste der Gespa wieder. Sobald die Liste aktualisiert wird, müssen Schweizer Internetanbieter die Seite via DNS-Sperre unzugänglich machen.

Wirtschaftlicher Wert für den/die Wettende:n. Unibet besitzt keine Schweizer Lizenz und ist daher nicht zugelassen. Als im Schweizer Markt aktiver Akteur operiert die Seite ohne rechtliche Grundlage, weshalb Spielende hier auf den gesetzlichen Schutz durch das BGS verzichten müssen.

BetAlright – ohne Schweizer Bewilligung

BetAlright ist in der Schweiz nicht zugelassen. Es fehlt jede Anbindung an das nationale Spielsperrregister und an den Schweizer Rechtsweg.

Bewilligung. BetAlright hat keine Schweizer Bewilligung. Die Angaben zu Lizenzen sind in der Schweiz nicht gültig. Rechtlicher Schutz oder eine Anbindung an das Schweizer Sperrsystem existieren hier nicht.

Sperrliste. Domains von BetAlright können auf der Gespa-Sperrliste landen. Wer in der Schweiz die Seite öffnet, stösst auf eine DNS-Sperre.

Wirtschaftlicher Wert für den/die Wettende:n. BetAlright ist in der Schweiz nicht zugelassen. Wer dort einzahlt, geht den Weg der ausländischen Rechtsordnung des Anbieters. Der Schweizer Markt setzt demgegenüber auf ein durch das Geldspielgesetz definiertes Schutzpaket, das nur bewilligte Veranstalterinnen garantieren können.

Rabona – ohne Schweizer Bewilligung

Rabona ist in der Schweiz nicht zugelassen, das ist die entscheidende Information. Die Marke gehört zur Kategorie der Anbieter, die im Schweizer Markt sichtbar sind, ohne hier spielen zu dürfen. Wer dort einzahlt, baut auf eine Lizenz, die in der Schweiz nicht gilt.

Bewilligung. Rabona hat keine Schweizer Bewilligung. Offizielle Angaben des Anbieters zur Lizenz sind in der Schweiz gegenstandslos. Schweizer Spielende finden keinen Schutz durch das Geldspielgesetz vor.

Sperrliste. Die Webdomains von Rabona unterliegen der Sperrliste der Gespa. Da diese Liste dynamisch erweitert wird, sind Zugriffe aus der Schweiz oft blockiert, sobald die Aktualisierung erfolgt.

Wirtschaftlicher Wert für den/die Wettende:n. Auch Rabona ist in der Schweiz ohne Zulassung aktiv. Wer sich hier anmeldet, setzt sein Kapital auf eine Lizenz, die keine Schweizer Rechtskraft besitzt, und entzieht sich dem vom BGS garantierten Schutzraum.

WirWetten – ohne Schweizer Bewilligung

WirWetten ist in der Schweiz nicht zugelassen. Die Marke gehört zu einer Klasse von Anbietern, die mit Lizenz-Vielfalt werben, aber in der Schweiz keinen Schutz geniessen. Wir raten von der Nutzung ab.

Bewilligung. WirWetten hat keine Schweizer Bewilligung. Die auf der Seite genannten Lizenzen entfalten in der Schweiz keinerlei Rechtswirkung. Auch eine Integration in das Sperrsystem für Spielsperren fehlt vollständig.

Sperrliste. Domains von WirWetten können auf der Gespa-Sperrliste landen. Wer in der Schweiz die Seite öffnet, stösst auf eine DNS-Sperre.

Wirtschaftlicher Wert für den/die Wettende:n. WirWetten ist in der Schweiz nicht zugelassen. Die Marke gehört zu einer Klasse von Anbietern, die mit Lizenz-Vielfalt werben, aber in der Schweiz keinen Schutz geniessen. Wer dort einzahlt, verlässt den Schweizer Schutzrahmen, ohne dass der Anbieter ihm etwas dafür bietet, was die Schweizer Anbieter nicht haben.

Wettigo – ohne Schweizer Bewilligung

Wettigo besitzt keine Schweizer Zulassung. Der Anbieter ist nicht Teil des Schweizer Regelsystems; somit besitzen seine Lizenzen in der Schweiz keine Rechtsgrundlage.

Bewilligung. Wettigo hat keine Schweizer Bewilligung. Lizenzangaben auf der eigenen Seite sind ohne Kraft in der Schweiz. Das Unternehmen ist nicht an das Schweizer Ausschlussregister angeschlossen, Schweizer Spielende haben hier keinen Rekurs.

Sperrliste. Auch die Angebote von Wettigo finden sich häufig auf der Sperrliste der Gespa. Dies führt dazu, dass der Zugang aus Schweizer Netzen unterbrochen wird, sobald der Sperreintrag aktiv ist.

Wirtschaftlicher Wert für den/die Wettende:n. Wettigo ist in der Schweiz nicht zugelassen. Die Marke gehört zu den Anbietern, die im hiesigen Markt sichtbar sind, ohne eine Lizenz zu besitzen. Wer dort setzt, verzichtet auf den Rechtsweg, den das schweizerische BGS vorsieht.

AmunRa – ohne Schweizer Bewilligung

AmunRa operiert ohne schweizerische Lizenz. Das Unternehmen ist somit nicht zugelassen, was dazu führt, dass sämtliche Lizenzangaben für den Schweizer Spielbetrieb gegenstandslos sind.

Bewilligung. AmunRa hat keine Schweizer Bewilligung. Lizenzangaben auf der eigenen Seite sind ohne Kraft in der Schweiz. Das Unternehmen ist nicht an das Schweizer Ausschlussregister angeschlossen, Schweizer Spielende haben hier keinen Rekurs.

Sperrliste. Domains von AmunRa können auf der Gespa-Sperrliste landen. Wer in der Schweiz die Seite öffnet, stösst auf eine DNS-Sperre.

Wirtschaftlicher Wert für den/die Wettende:n. AmunRa ist in der Schweiz nicht zugelassen. Da dieser Betreiber nicht dem Schweizer Geldspielgesetz untersteht, profitieren Spielende hier nicht von den Kontrollmechanismen oder dem Spielerschutz, die Schweizer Anbieter zwingend umsetzen müssen.

20Bet – ohne Schweizer Bewilligung

20Bet verfügt über keine schweizerische Lizenz und ist in diesem Markt nicht zugelassen. Die im Web propagierten Lizenzversprechen haben auf Schweizer Boden keinerlei rechtliche Relevanz.

Bewilligung. 20Bet hat keine Schweizer Bewilligung. Lizenzangaben auf der eigenen Seite sind ohne Kraft in der Schweiz. Das Unternehmen ist nicht an das Schweizer Ausschlussregister angeschlossen, Schweizer Spielende haben hier keinen Rekurs.

Sperrliste. Für 20Bet gilt die Sperrliste der Gespa. Da Schweizer Internetprovider verpflichtet sind, diese DNS-Sperren umzusetzen, können Nutzerinnen aus der Schweiz bei einer Aktualisierung den Zugriff verlieren.

Wirtschaftlicher Wert für den/die Wettende:n. 20Bet ist in der Schweiz nicht zugelassen. Wer hier spielt, bewegt sich ausserhalb des Schweizer Schutzrahmens. Auszahlungen sind an das ausländische Recht gebunden, und es besteht keine Anbindung an das nationale Spielsperrsystem.

Was die Quote tatsächlich kostet: Margen berechnen

Wer auf die Eredivisie wettet, sieht auf den Wettscheinen eine Zahl: die Quote. Was die Zahl verschweigt, ist die Marge, der Anteil, den der Buchmacher von jedem eingesetzten Franken behält. Wer die Marge kennt, kann Anbieter vergleichen, ohne die Werbeversprechen zu lesen.

Wie die Marge entsteht. Die Quote ist der Kehrwert der Wahrscheinlichkeit, mit einem kleinen Aufschlag. Bei einem fairen Markt – ohne Marge – würden sich die Kehrwerte der Quoten aller möglichen Ausgänge zu genau 100 % addieren. Das ist nie der Fall. Addieren sie sich 1,05, behält der Buchmacher fünf Prozent, die Auszahlungsquote liegt bei 95 %.

Beispielrechnung: 1X2-Markt mit Quoten 2.10 / 3.40 / 3.60. Auf ein Eredivisie-Spiel ohne konkrete Vorlage lassen sich beispielhaft die Quoten 2.10 für Heimsieg, 3.40 für Unentschieden und 3.60 für Auswärtssieg annehmen. Der Kehrwert von 2.10 ist rund 0,476, der Kehrwert von 3.40 ist rund 0,294, der Kehrwert von 3.60 ist rund 0,278. Addiert man diese Kehrwerte, ergibt sich rund 1,048. Die Auszahlungsquote liegt also bei etwa 95,4 %, die Marge bei etwa 4,6 %.

Was die Marge für den/die Wettende:n bedeutet. Bei einer Marge von 4,6 % verliert ein Fünfundneunzig-prozentiger Markt auf lange Sicht etwa CHF 4,60 pro CHF 100 Einsatz. Das klingt wenig. Bei 100 Wetten à CHF 10 sind es CHF 46 Verlust, wenn die Quoten konstant blieben und die Wetten zufällig verteilt wären. Das ist der Preis der Bewilligung, der Werbung, des Schutzes – und des Gewinns des Anbieters.

Warum die Margen schwanken. Die Margen der Schweizer Anbieter sind nicht öffentlich ausgewiesen. Sie liegen erfahrungsgemäss zwischen 4 % und 8 % auf den Hauptmärkten der europäischen Top-Ligen, auf kleineren Ligen wie der Eredivisie eher im oberen Bereich. Wer auf einem Markt mit 6 % Marge wettet, verliert auf lange Sicht CHF 6 pro CHF 100 Einsatz. Wer auf einem Markt mit 4 % Marge wettet, verliert nur CHF 4 pro CHF 100 Einsatz. Der Unterschied summiert sich.

Wie die Marge geschätzt werden kann. Wer die Quoten eines Marktes kennt, kann die Marge selbst berechnen. Die Formel lautet: Auszahlungsquote = 1 ÷ (1/Quote₁ + 1/Quote₂ + … + 1/Quote_n). Marge = 1 − Auszahlungsquote. Wer das bei jedem Spiel macht, sieht, welche Anbieter auf welchen Märkten eng kalkulieren und wo sie sich Spielraum lassen. Die engsten Margen finden sich auf den grossen Märkten: Champions League, Bundesliga, Premier League. Die Eredivisie liegt nicht in dieser Spitzengruppe.

Bandbreite statt Einzelwert. Die Marge auf einem 1X2-Markt der Eredivisie liegt, je nach Anbieter und Spiel, in einer Bandbreite von rund 4 % bis 7 %. Wer mit 2.10 / 3.40 / 3.60 rechnet, landet bei 4,6 %. Wer mit engeren Quoten rechnet, landet näher an Marge; wer mit weiter auseinanderliegenden Quoten rechnet, landet höher. Das Beispiel ist illustrativ, kein quotierter Preis.

Rechtslage: Was in der Schweiz erlaubt ist und was nicht

Die Schweizer Rechtslage bei Sportwetten ist eng und klar. Sie unterscheidet zwischen Grossspielen und Kleinspielen, zwischen bewilligten und nicht bewilligten Anbietern, zwischen erlaubten und nicht erlaubten Wettkämpfen. Wer in der Schweiz auf die Eredivisie wettet, bewegt sich in einem klar abgesteckten Rahmen.

Ein Wanderweg führt durch eine Almwiese im Sonnenuntergang, am Wegrand steht ein Holzzaun
Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung vom 20. Mai 2019 (IKV 2020).

Das Geldspielgesetz (BGS). Das Bundesgesetz über Geldspiele (BGS, SR 935.51) ist seit 1. Januar 2019 in Kraft. Online-Sportwetten sind ein Grossspiel (Art. 3 lit. c und e) und brauchen eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung pro Spiel (Art. 21-25 BGS). Die Bewilligung gilt nur in der Schweiz (Art. 4 BGS). Eine ausländische Lizenz hat hier keine Kraft.

Die Gespa als Aufsicht. Die Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht) mit Sitz in Bern führt die Aufsicht über die Grossspiele in der Schweiz. Sie ist nicht zu verwechseln mit der ESBK, die nur Casinos beaufsichtigt. Die Gespa prüft die Gesuche der Veranstalterinnen, überwacht den Markt und führt die Sperrliste der blockierten ausländischen Seiten. Das Geldspielkonkordat ist seit 1. Januar 2021 in Kraft.

Zwei Veranstalterinnen, nicht weniger. Die Kantone haben die Veranstalterinnen von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip für die Deutschschweiz und das Tessin sowie für Liechtenstein, und Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport für die Romandie. Es gibt keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher, weil es keine weiteren gibt. Die Gespa veröffentlicht nur die Sperrliste der blockierten ausländischen Domains.

Was gewettet werden darf. Gewettet werden darf auf Sportereignisse. Wetten auf Wetter, Politik oder TV-Shows sind nicht erlaubt. Das erlaubte Angebot ist eine geschlossene Liste: die Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten (Art. 25 BGS, Art. 29 VGS). Qualifikationsrunden zählen nur, wenn sie auf der Liste stehen, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie auf der Liste stehen, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder das Podium entscheidet. Die Liste zeigt keine Ecken- oder Kartenmärkte und keinen Esports-Abschnitt. Veranstaltungen mit überwiegend Minderjährigen sind ausgeschlossen (Art. 25 Abs. 2 BGS).

Livewetten. Livewetten sind erlaubt, Prematch und Live, sofern der Anbieter eine entsprechende Bewilligung hat. Das BGS kennt keine gesetzliche Einschränkung auf bestimmte Live-Märkte. Cash-Out ist nicht reguliert: Cash-Out ist eine Funktion des Anbieters, die in den Spielregeln steht, nicht aus dem Gesetz.

Einsatzlimiten. Die Einsatzlimiten sind Anbieterlimiten, keine gesetzlichen Limiten. Bei Sporttip: CHF 1 bis CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombinationswette, CHF 1 bis CHF 10’000 pro Systemwette. Der Anbieter kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern. Das BGS schreibt dem Anbieter vor, dass er eine oder mehrere Maximalwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste verlangen muss (Art. 87 VGS).

Spielerschutz. Wetten sind ab 18 Jahren (Gespa). Minderjährige sind online nicht zugelassen (Art. 72 BGS). Pro Person ein Konto mit verifizierter Identität (Art. 47-52 VGS). Limiten werden vom Spieler gesetzt, nicht vom Staat: der Veranstalter muss eine oder mehrere Maximalwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste verlangen (Art. 87 VGS). Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung nach 24 Stunden – Swisslos und Loterie Romande wenden in ihren Bedingungen 72 Stunden an. Die Schweiz kennt keine gesetzliche fixe Einzahlungs-Obergrenze.

Spielsperre. Eine Spielsperre (Art. 80-82 BGS) wird im geteilten Register der gesperrten Personen eingetragen. Eine selbstgewählte Sperre kann erst nach drei Monaten aufgehoben werden (Art. 84 VGS), eine Fachgesellschaft ist eingebunden (Art. 81 BGS). Eine selbstgewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden (Art. 89 VGS). Gesperrte oder minderjährige Spielende haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne (Art. 45 BGS).

Testkäufe der Gespa 2025. Bei Verkaufsstellen wurde in 47,5 % von 200 Versuchen eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Der Schutz an Verkaufsstellen ist nicht so streng, wie er sein sollte. Wer online spielt, ist durch die Identitätsprüfung besser geschützt.

Zahlungen. Gewinne und Saldi werden nur auf ein Zahlungskonto im Namen des/der Kontoinhaber:in ausgezahlt (Art. 50 Abs. 2 VGS). Anonyme oder Krypto-Auszahlungen gibt es in der bewilligten Schweizer Wette nicht. Keine Kreditierung an Spielende (Art. 75 Abs. 1 BGS). Welche Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, ist seine Sache, festgehalten in seinen Bedingungen. Die Schweiz kennt kein Zahlungs-Blockier-Werkzeug gegen nicht bewilligte Wettseiten.

Steuern. Gewinne aus Schweizer bewilligten Grossspielen sind einkommenssteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn und werden erst darüber besteuert. Die bundesrechtliche Schwelle liegt ab 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000 (2025: CHF 1’070’400). Die kantonale Schwelle unterscheidet sich, daher gilt «je nach Kanton». Über der Schwelle zieht der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ab, die bei der Steuererklärung zurückgefordert werden kann. Eine typische Wettende gewinnt weit darunter: keine Einkommenssteuer und keine Verrechnungssteuer auf den Gewinn. Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen keiner Verrechnungssteuer, aber die kantonale Steuerpraxis des Thurgaus behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als voll steuerbares Einkommen, unabhängig vom Betrag. Es gibt keine Schweizer Wettsteuer auf Einsätze.

Werbung und Botschaften. Werbung darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und nicht auf Minderjährige oder gesperrte Ausgeschlossen Personen ausgerichtet sein (Art. 74 BGS). Werbung für in der Schweiz nicht erlaubte Geldspiele ist verboten (Art. 74 Abs. 3) und wird mit einer Busse bis CHF 500’000 bestraft (Art. 131 BGS). Wer in der Schweiz für ausländische Anbieter wirbt, bewegt sich im Grenzbereich des Gesetzes. Gratiswetten oder Gratisguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS); 2025 erteilte sie 24 Zustimmungen an Loterie Romande und 8 an Swisslos.

Offshore. Eine ausländische Lizenz (Curaçao, Malta, Deutschland oder ein anderes Land) hat keine Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS). Das Veranstalten von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist eine Straftat – bis 3 Jahre oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Handeln bis 5 Jahre (Art. 130 BGS). Der/die Spielende wird nicht bestraft (BJ), aber Einsätze und Gewinne können in Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es gibt keinen Schutz und keine Fair-Play-Kontrolle. Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekomanbieter via DNS blockieren (Art. 86-93 BGS; erste Liste am 3. September 2019, 671 Domains Ende 2025). Blockierte Domains werden innert Stunden ersetzt – Domain-Hopping – die Gespa nennt Interwetten und Bet-at-Home als ersetzte Marken und nennt bet365 als auf der Liste.

Ehrliche Einordnung. Offshore heisst: keine Schweizer Bewilligung, kein Anschluss an das Schweizer Ausschlussregister, kein Schweizer Rekurs, ausländische Gewinne nach kantonalem Recht steuerbar. Bewilligt heisst: voller Schweizer Schutz, aber nur zwei Anbieterinnen, eine geschlossene Liste von Sportarten und Märkten, eine Wohnsitzpflicht und Identitätsprüfung. Keines von beiden ist «die sichere Wahl» per Definition.

Häufig gestellte Fragen

Kann man in der Schweiz auf die Eredivisie wetten, und bei welchen Veranstaltern?

Ja, auf die Eredivisie kann in der Schweiz gewettet werden. Erlaubt sind nur Swisslos mit Sporttip für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein, sowie Loterie Romande mit Jouez Sport für die Romandie. Beide sind die einzigen Veranstalterinnen mit Schweizer Bewilligung. Ausländische Anbieter sind in der Schweiz nicht zugelassen.

Steht die niederländische Liga auf der Gespa-Liste der zugelassenen Wettbewerbe?

Die Eredivisie gehört zum erlaubten Wettprogramm der Schweizer Veranstalterinnen. Die Gespa-Liste führt internationale Profiligen als zugelassene Wettbewerbe. Welche konkreten Märkte und Wettarten pro Spieleum verfügbar sind, hängt vom Anbieter und seinem Wettprogramm ab. Wer auf Ecken oder Karten wetten will, prüft die Verfügbarkeit im Wettschein.

Wie wird ein Gewinn aus Einsatz und Quote berechnet?

Der Gewinnbetrag ergibt sich aus dem Einsatz multipliziert mit der Quote. Bei einer Einzelwette ist die Quote direkt der Multiplikator. Bei einer Kombinationswette wird die Gesamtquote mit dem Einsatz multipliziert, sie ist das Produkt der Einzelquoten. Der Betrag wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet.

Welche Marge steckt in Eredivisie-Quoten, und warum unterscheiden sich Anbieter?

Die Marge ist der Anteil, den der Anbieter von jedem eingesetzten Franken behält. Addiert man die Kehrwerte der Quoten aller Ausgänge eines Marktes, ergibt sich eine Summe über 1,000 – die Differenz zu 1 ist die Marge. Auf den Hauptmärkten der Eredivisie liegt die Marge erfahrungsgemäss zwischen 4 % und 7 %, je nach Anbieter und Spiel. Kleinere Margen bedeuten mehr Auszahlung an die Wettenden.

Was zählt bei Sporttip als reguläre Spielzeit einer Fussballwette?

Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer (rund 90 Minuten beim Fussball) plus die Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Eine Wette auf «Sieg nach 90 Minuten» bezieht sich nicht auf das Ergebnis nach Verlängerung.

Welche Verlustlimiten und Sperren gelten für Wettende in der Schweiz?

Vor der ersten Wette werden Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt, die Obergrenze liegt bei CHF 9’999 pro Tag, für unter 21-Jährige bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage setzen. Der Zugang kann produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst gesperrt werden; eine unbefristete Spielsperre wird ins Schweizer Sperrregister eingetragen.

Erstellt von der Redaktion von „Wettgewinneinfo”.