Online-Basketball-Wetten in der Schweiz: was eine Wette tatsächlich kostet
Basketball gehört zu den Sportarten, bei denen Schweizer Wettende am ehesten auf eine breite Auswahl an Ligen und Märkten hoffen – und gleichzeitig zu denen, an denen das Geldspielgesetz am engsten zieht. Wer hier setzt, wettet gegen einen Anbieter mit klar definierten Regeln, gegen eine in der Quote eingebaute Schwelle und gegen eigene Verlustlimiten, die im Spielerschutz stehen, lange bevor der erste Ball geworfen wird. Die folgende Übersicht erläutert die Rahmenbedingungen und Kosten von Wetten auf diesem Markt.

Aktualisiert am 20 Oktober 2026, abgeglichen mit den Spielregeln Sporttip (Version 4.2) und der Gespa-Bewilligungsliste.
Inhaltsverzeichnis
- Spielerschutz: was vor der ersten Wette festgelegt wird
- Livewetten und Cash-Out: was eine vorzeitige Auszahlung wirklich bringt
- Prognosen und Strategie: warum es keinen sicheren Tipp gibt
- Wettmärkte und Quoten: Handicap, Über/Unter, Siegwette
- Ligen und Turniere: was der Spielplan hergibt
- Veranstalter im Vergleich: was die Top 10 unterscheidet
- Swisslos, legende: der einzige Anbieter für die Deutschschweiz
- Loterie Romande, legende: der einzige Anbieter für die Westschweiz
- Ausländische Anbieter: was «ohne Schweizer Bewilligung» konkret heisst
- Übersicht und Einordnung: was Basketball-Wetten in der Schweiz sind
- Rechtslage: warum die Liste nur zwei Namen trägt
- Spielregeln: die Basketball-Grundlagen für die Wette
- Marge: was die Quote wirklich kostet
- Beste Wettanbieter: was die Bewertung trägt
- Häufige Fragen
Spielerschutz: was vor der ersten Wette festgelegt wird
Beim Spielerschutz geht es nicht um Werbung, die man wegklickt, sondern um Schwellen, die im eigenen Konto stehen, bevor ein Einsatz fliesst. Wer in der Schweiz Sportwetten spielen will, setzt sich selbst Verlustlimiten – und zwar drei davon, gestaffelt nach Zeiträumen.
Bei Sporttip sind das Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, für Spielerinnen und Spieler unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung greift sofort; eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage setzen. Das Muster ist typisch schweizerisch: nicht der Staat setzt die Limite, sondern die spielende Person, aber der Anbieter muss diese Selbstdiziplin technisch erzwingen.
Daneben steht die Spielsperre. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Möglichkeit der Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird im schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Wer im Register steht, kann kein Konto mehr führen, keine Wette platzieren und hat keinen Anspruch auf. Das Register ist das eine Instrument, das die Schweiz gegen die Werbung der ausländischen Anbieter tatsächlich scharf hat.
Was das kostet: nichts direkt. Aber wer ohne diese Schwellen spielt, spielt ohne Netz – und die Werbung der ausländischen Anbieter kommt genau dort an, wo das Schweizer Limit nicht greift.
Verlustlimiten und ihre Mechanik
Die Verlustlimite ist eine Verlustlimite, kein Einzahlungslimit. Sie misst den Nettoverlust, also Einsätze minus ausgezahlte Gewinne. Wer an einem Tag fünf Wetten zu CHF 10 platziert und drei verliert und zwei mit Gewinn CHF 25 ausgezahlt bekommt, hat CHF 25 verloren – nicht CHF 50. Genau das wird gezählt. Eine Senkung der Limite gilt sofort; wer mitten in einer Wettphase merkt, dass es zu viel wird, kann den Hebel ziehen, ohne auf eine Genehmigung zu warten.
Eine Erhöhung hingegen muss 72 Stunden warten. Das ist die eingebaute Bedenkzeit. Wer morgens die Limite von CHF 500 auf CHF 1’000 anheben will, kann das tun – aber erst übermorgen, nicht jetzt. Wer übermorgen immer noch erhöhen will, hat das Recht, immer noch war; wer es bis dahin vergessen hat, hat sich selbst gerettet.
Spielsperre und Sperrregister
Die Spielsperre ist zweistufig. Die kurze Selbstsperre von 1 bis 180 Tagen ist niedrigschwellig, ohne Begründung, sofort aktiv. Die unbefristete Sperre ist tiefergreifend: Sie wird im Register eingetragen, gilt über alle Produkte hinweg und ist mit einer Fachstelle verbunden, die die Aufhebung begleitet. Die Aufhebung einer unbefristeten Sperre ist frühestens nach drei Monaten möglich, und sie braucht eine Fachstelle – nicht einfach einen Klick im Konto.
Was das Sperrregister konkret ändert: Wer einmal drin ist, kann bei keinem Schweizer Anbieter mehr spielen, weder Lotterie noch Sportwette noch Online-Casino. Das Register ist das einzige echte Cross-Produkt-Instrument im Schweizer System; es schützt davor, dass jemand mit einer Sperre bei Swisslos einfach zur Loterie Romande oder in ein Online-Casino ausweicht.
Livewetten und Cash-Out: was eine vorzeitige Auszahlung wirklich bringt
Livewetten auf Basketball folgen dem Spiel von Viertel zu Viertel. Die Quoten wechseln im Sekundentakt – ein Korbleger in der Schlussminute verschiebt die Linie, eine Auswechslung wegen Fouls kann den Favoriten kurz stärker erscheinen lassen, ein Time-out unterbricht den Rhythmus des Wettmarktes genauso wie den des Spiels. Wer live wettet, wettet gegen eine Quote, die das Spiel gerade zeigt, nicht eine, die das Spiel vorausgesagt hat.
Bei Sporttip gilt die Livewette unabhängig davon, ob das Ereignis tatsächlich live übertragen wird. Das heisst: Wer eine Livewette platziert, wettet auf den Stand, den das Wettsystem anzeigt – ob ein Stream daneben läuft oder nicht. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00. In spielentscheidenden Situationen – Elfmeter, Rote Karte, VAR-Entscheid – kann Sporttip Wetten mit Quote 1.00 werten. Im Basketball entspricht das einem Buzzerbeater, dessen Treffer schon gefallen ist, bevor der Wettschein bestätigt wird.
Cash-Out: eine Funktion, keine Garantie
Cash-Out ist keine Auszahlung im eigentlichen Sinn. Es ist eine Funktion des Anbieters, die es erlaubt, eine offene Wette vor dem Ende zu einem vom Anbieter festgelegten Betrag zu schliessen. Bei Sporttip gibt es Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur online und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht.
Der Cash-Out-Betrag bei Sporttip ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn. Er hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten. Was das in der Praxis heisst: Wer eine Wette mit Cash-Out sieht, sieht eine Offerte, kein Versprechen. Der Algorithmus, der den Cash-Out-Preis berechnet, kennt die aktuelle Quote und einen Abschlag für die Unsicherheit, und dieser Abschlag fliesst in den Preis ein, den der Wettende sieht.
Live-Quoten und ihre Tücken
Eine Livequote auf ein laufendes Basketballspiel hat zwei Komponenten: die faire Wahrscheinlichkeit des neuen Spielstands und einen Zuschlag, der die Volatilität des Spiels abbildet. Im Basketball kann ein 10-Punkte-Vorsprung in den letzten zwei Minuten noch kippen – Drei-Punkte-Würfe, schnelle Fouls, Ballverluste. Genau deshalb sind Livequoten in den Schlussminuten weiter weg vom «fairen» Wert als in der Halbzeit. Wer in dieser Phase setzt, setzt gegen eine Quote, die der Markt als unsicher einpreist.
Wer bei Livewetten «den Wert», den einer Value Bet Wettkette sucht, sucht ihn gegen eine Quote, die weniger Zeit hat, sich zu korrigieren. Eine Value Bet lebt davon, dass die Wettquote den wahren Wert des Ausgangs übersteigt – im Livetakt ist diese Lücke kleiner und schneller geschlossen.
Prognosen und Strategie: warum es keinen sicheren Tipp gibt
Eine Basketball-Prognose beginnt mit Zahlen. Form der letzten Spiele, Trefferquoten aus dem Feld und von der Dreipunktlinie, Freiwurfquoten in den letzten Minuten, Heim- und Auswärtsbilanz, Verletzungen und Sperren, Reisestrapazen, Head-to-Head unter Druck. All das fliesst in eine Schätzung der Wahrscheinlichkeit jedes Ausgangs ein, und die Schätzung fliesst in eine Wette, wenn sie über der Quote des Marktes liegt.
Das ist ein Value Bet: die Quote des Marktes übersteigt die eigene Schätzung der Wahrscheinlichkeit. Eine Quote von 2.10 entspricht einer impliziten Wahrscheinlichkeit von etwa 47,6 %; wer ein Spiel zu 55 % sieht, hat einen Value Bet, weil die 7 Punkte zahlen, die Quote ihn aber nur 47,6 % zutraut. Das ist die Mechanik, und sie funktioniert als Mechanik und statistische Schätzung, nicht als Gewinn.
Warum kein Tipp sicher ist
Wetten auf Favoriten sind nicht risikofrei. Eine Quote von 1.01 signalisiert zwar eine implizite Wahrscheinlichkeit von 99 %, doch der Einsatz geht auch bei dieser Quote verloren, wenn der Favorit verliert – was im Basketball durch schnelle Spielverläufe oder unvorhersehbare Dynamiken durchaus vorkommt. Wer wettet, setzt auf ein Ergebnis, das statistisch wahrscheinlich, aber nicht garantiert ist; bei einem Verlust ist der gesamte Einsatz weg.
Statistik hilft, die Wahrscheinlichkeit besser zu schätzen. Sie macht die Zukunft nicht sicher. Wer das vergisst, spielt nicht gegen einen Markt, sondern gegen die eigene Erwartung.
Wetten ist kein Einkommen
Basketball-Wetten sind ein Zahlenspiel, kein Gehaltsersatz. Wer auf Dauer gewinnen will, muss einen langfristigen Vorteil gegenüber dem Markt haben – einen Edge, der die Marge des Buchmachers über mehrere Wetten übersteigt. Die meisten Wettenden haben diesen Edge nicht, und die Wenigen, die ihn haben, leben oft von der Disziplin, nicht von den Tipps. Wer das ignoriert, sieht Wette, Buchmacher und Verlust.
Form and Heuristics: was die Hündle zeigt
Eine Heuristik ist eine Faustregel, die in den meisten Fällen funktioniert, in einigen aber versagt. Im Basketball ist die Heuristik «Heimvorteil +3 bis +5 Punkte» eine alte Regel: Heimmannschaften gewinnen etwas häufiger, besonders in stimmungsvollen Hallen. Aber in der NBA verlieren die besten Teams regelmässig auswärts, und in Europapokalitäten schrumpft der Heimvorteil, weil die Reise die Auswärtsmannschaft müde macht. Heuristik ist ein Anfang, kein Ende der Analyse.
Wettmärkte und Quoten: Handicap, Über/Unter, Siegwette
Basketball bietet drei Hauptmärkte: die Siegwette, das Handicap und die Über-Über-Wette (Total Points). Jede Quote enthält eine Marge – einen Anteil, den der Anbieter vom Markt einbehält, bevor er auszahlt.
Eine Siegwette ist einfach: Wer gewinnt das Spiel? Bei einem Duell zwischen Team A und Team B ohne Unentschieden gibt es zwei Ausgänge, eine Quote für A, eine Quote für B. Eine Quote von 1.90 / 1.90 entspricht einer Auszahlungsquote von etwa 95 % und einer Marge von etwa 5 %. Bei einem hypothetischen Markt mit 1.90 / 1.90 wäre die Auszahlungsquote 1 / (1/1,90 + 1/1,90) ≈ 0,95 – die Marge liegt entsprechend bei rund 5 %.
Das Handicap verschiebt die Ausgangslage. Team A bekommt ein Handicap von –5,5 Punkten: Es muss mit mindestens 6 Punkten Differenz gewinnen, damit die Wette gilt. Die Quoten für beide Seiten sind ausgeglichener, weil das Handicap die implizite Wahrscheinlichkeit angleicht. Die Marge im Markt bleibt, sie versteckt sich nur hinter ausgeglichenen Quoten.
Die Über-Unter-Wette fragt nach der Summe der Punkte beider Mannschaften. Über 210,5 Punkte oder Unter 210,5 Punkte – die Quote spiegelt die Einschätzung des Anbieters zum Tempo des Spiels. Schnelle Mannschaften, schlechte Verteidigungen und heisse Schützen drücken die Summe nach oben; defensive Spiele und kalte Schützen drücken sie nach unten.
Was die Marge kostet
Die Marge ist der Anteil, den der Markt vom Spielpreis einbehält. Bei einer Marge von 5 % werden von jedem eingesetzten Franken 5 Rappen nicht ausgezahlt – auf Dauer. Wer 1’000 Wetten zu gleichen Einsätzen platziert, verliert statistisch etwa 5 % seines Gesamtvolumens an die Marge, unabhängig davon, wie gut die Tipps sind.
Bei Livewetten ist die Marge höher als bei Prematch-Wetten, weil die Marge die Unsicherheit der Volatilität einpreist. Bei exotischen Märkten ist die Marge ebenfalls höher. Wer auf die Marge achtet, achtet auf den Preis, den er für jede Wette zahlt.
Beispielrechnung Marge
Für einen Zweiwege-Markt mit beiden Quoten 1,90 ergibt sich rechnerisch: Auszahlungsquote = 1 / (1/1,90 + 1/1,90) = 1 / (2 × 0,5263) = 1 / 1,0526 ≈ 0,95 – die Marge liegt entsprechend bei rund 5 %. Das ist der untere Rand des Üblichen auf grossen Märkten wie NBA- oder EuroLeague-Siegwetten. Bei kleineren Märkten, in unteren Ligen oder im Spielbetrieb, liegt die Marge höher – sie kann auf 7 bis 10 % steigen, auf exotischen Märkten noch höher. Die Faustregel: Eine Marge zwischen 4 und 6 % gilt als eng, alles darüber kostet den Wettenden erheblich.
Ligen und Turniere: was der Spielplan hergibt
Basketball ist international, aber die Schweiz hat keinen eigenen Veranstalter für eine nationale Basketballliga im Wetten. Der Spielplan, auf den in der Schweiz gewettet wird, kommt von den grossen internationalen Wettbewerben.
Die NBA gilt als umsatzstärkste Basketballliga der Welt und ist der Hauptmarkt für Basketball-Wetten. Eine NBA-Saison dauert von Oktober bis Juni, mit den Finals im Juni. Die Quoten sind in der Regel eng, weil die Märkte kompetitiv sind. Im NBA-Spielplan gibt es täglich Spiele, was den Livewetten-Markt besonders aktiv macht.
Die EuroLeague ist der europäische Pendant-Wettbewerb, mit Mannschaften aus Spanien, Griechenland, der Türkei, Israel und weiteren Ländern. Die EuroLeague-Saison läuft von Oktober bis Mai, mit einem Final-Four-Turnier am Ende. Die Marge in der EuroLeague ist etwas höher als in der NBA, weil die Märkte weniger kompetitiv sind.
FIBA-Turniere (Weltmeisterschaft, kontinentale Meisterschaften, Olympia-Qualifikation) sind seltener, aber wichtig. Die Basketball-Weltmeisterschaft findet alle vier Jahre statt; FIBA wurde 1932 in Genf gegründet – ein Schweizer Detail, das in Europa bei einem Dreier mit der Schweiz nirgendwo auf dem Spielzettel steht.
Die nationale Meisterschaft in der Schweiz ist die Swiss Basketball League. Für Wettende, die ihr Wissen über die Schweizer Szene einsetzen wollen, ist sie ein Markt – aber ein Markt mit höherer Marge und damit höherem Preis pro Wette.
Was der Spielplan kostet
Ein grosser Spielplan bedeutet einen engen Markt und eine niedrige Marge; ein kleiner Spielplan bedeutet einen weiten Markt und eine hohe Marge. Wer in der NBA wettet, zahlt im Durchschnitt etwa 4 bis 6 % Marge; wer in der Swiss Basketball League wettet, zahlt eher mehr. Die Marge diktiert den Preis; der Preis diktiert den Erwartungswert einer Wette über Dauer.
Der Spielplan der grossen Turniere
Die Olympischen Basketballturniere gibt es für Männer seit 1936 und für Frauen seit 1976. Die Basketball-Weltmeisterschaft findet alle vier Jahre statt, mit einem neuen Modus und oft mit Qualifikationsrunden. Eine Qualifikationsrunde ist im Wettprogramm nur dann enthalten, wenn die Gespa-Liste sie ausdrücklich nennt. Das ist der eine Punkt, an dem die Schweizer Regulierung in den internationalen Spielplan hineinwirkt: Was auf der Liste steht, darf gewettet werden; was nicht auf der Liste steht, ist auf dem Schweizer Markt nicht verfügbar.
Veranstalter im Vergleich: was die Top 10 unterscheidet
Wer in der Schweiz Basketball wetten will, hat genau zwei organisierte Spieloptionen: Swisslos Sporttip und Loterie Romande Jouez Sport. Alles andere auf dieser Liste ist ohne Schweizer Bewilligung – was die Liste nicht wertlos macht, weil Schweizer Spielerinnen und Spieler diese Namen kennen, aber es ist eine bestimmte Kategorie: ausländische Anbieter, deren Lizenz in der Schweiz keine Wirkung hat und die nicht im Sperrregister stehen.
Was die Vergleichbarkeit herstellt, ist die Bewilligung. Sie steht in der ersten Spalte und trennt die beiden Schweizer Anbieter von den acht ausländischen; sie steht aber auch in der zweiten Spalte, weil die Organisation und die ausgewiesene Lizenz pro Anbieter in die Karte fliesst. Die Tabelle zeigt, was die Liste selbst hat, jede andere Eigenschaft kommt erst durch ein Preisurteil dazu.
| Anbieter | Schweizer Bewilligung | Veranstalter / ausgewiesene Lizenz |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Bewilligung | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft (Basel); Gespa-Aufsicht, BGS SR 935.51 |
| Loterie Romande Jouez Sport | Bewilligung | Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande); Gespa-Aufsicht, BGS SR 935.51 |
| Interwetten | ohne Schweizer Bewilligung | ausgewiesene Lizenz: nicht festgestellt; in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS) |
| BillyBets | ohne Schweizer Bewilligung | ausgewiesene Lizenz: nicht festgestellt; in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS) |
| Bettilt | ohne Schweizer Bewilligung | ausgewiesene Lizenz: nicht festgestellt; in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS) |
| Rollbit | ohne Schweizer Bewilligung | ausgewiesene Lizenz: nicht festgestellt; in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS) |
| FortuneJack | ohne Schweizer Bewilligung | ausgewiesene Lizenz: nicht festgestellt; in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS) |
| Boomerang Bet | ohne Schweizer Bewilligung | ausgewiesene Lizenz: nicht festgestellt; in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS) |
| Cloudbet | ohne Schweizer Bewilligung | ausgewiesene Lizenz: nicht festgestellt; in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS) |
| BDMBet | ohne Schweizer Bewilligung | ausgewiesene Lizenz: nicht festgestellt; in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS) |
Die Bewilligung trennt die zwei regulierten Anbieter aus der Schweiz von den acht ausländischen Marken ohne Schweizer Bewilligung. Eine ausländische Lizenz – gleich aus welchem Land – hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS); die Spielsperre im Register gilt nur für die Schweizer Anbieter, die Schweizer Aufsicht greift bei den ausländischen Anbietern nicht. Wer bei einem ausländischen Anbieter spielt, spielt ohne Schweizer Schutz – und mit dem Risiko, dass die Seite auf der Gespa-Sperrliste landet und per DNS-Sperre für Schweizer Anschlüsse unerreichbar wird.
Was die Tabelle nicht zeigt
Die Tabelle zeigt die Bewilligung und die ausgewiesene Lizenz. Sie zeigt nicht die Marge der einzelnen Anbieter – die ist auf den Schweizer Seiten in der Regel etwas enger als bei ausländischen Anbietern, aber sie variiert von Markt zu Markt. Sie zeigt nicht die Auszahlungsgeschwindigkeit – bei Schweizer Anbietern auf das eigene Bankkonto oder die Verkaufsstelle, bei ausländischen Anbietern mitunter jeweils mehrere Tage. Sie zeigt nicht den Umgang mit Bonus und Promotion – das ist hier nicht Gegenstand der Bewertung, weil eine Promotion eine kurzfristige Aktion ist und die Seite eine dauerhafte Bewertung ist.
Was die Tabelle aber zeigt: Wer in der Schweiz Basketball wetten will, hat zwei Optionen mit voller Bewilligung und acht Optionen ohne. Die zwei sind nicht die «best» aus zwei – sie sind die einzigen zwei, die in der Schweiz Sportwetten anbieten dürfen. Der Rest ist eine andere Liga, mit anderen Konsequenzen, mit anderen Kosten.
Swisslos, legende: der einzige Anbieter für die Deutschschweiz
Swisslos ist eine interkantonale Genossenschaft mit Sitz in Basel, veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen. Die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Das Vertragsgebiet umfasst die deutschsprachigen Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein.
Die Bewilligung ist eine Grossspiel-Bewilligung unter dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51), Aufsicht durch die Gespa. Eine Online-Registrierung ist nur möglich für Personen ab 18 Jahren mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt im Vertragsgebiet, ohne es sei eine Spielsperre bestehe, mit nur einem Konto pro Person und mit Ausweisprüfung gegen Adressdatenbanken.
Sporttip verlangt vor der ersten Wette drei Verlustlimiten (1, 7, 30 Tage; Obergrenze CHF 11’999, unter 21 Jahren CHF 1’000) mit sofortiger Senkung und 72-Stunden-Frist für Erhöhung, dazu eine optionale Einzahlungslimite für 30 Tage. Eine Spielsperre von 1 bis 180 Tagen ist niedrigschwellig, eine unbefristete Spielsperre wird im Register eingetragen. Der Mindesteinsatz pro Wette liegt bei CHF 1, der Höchsteinsatz bei CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombiwette und CHF 10’000 pro Systemwette. Die Limiten kann Swisslos jederzeit ändern, ohne Angabe von Gründen.
Basketball ist im Wettprogramm von Sporttip enthalten, soweit die Gespa-Liste es erlaubt. Livewetten und Cash-Out sind verfügbar, Cash-Out nur online und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten, Profitboosts erhöhen den Nettogewinn um einen angegebenen Prozentsatz; beide sind pro Person einmal nutzbar und im Einsatz limitiert, ein Cash-Out vor dem Spielende verfällt den Boost. Der Kombiboost gilt online (Prematch, Live, System) und verlangt mindestens vier Voraussagen mit Quote von je mindestens 1,50; der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn Voraussagen.
Das Preisurteil: Swisslos Sporttip ist die einzige seriöse Option für Wettende in der Deutschschweiz und im Tessin, die mit voller Aufsicht spielen wollen. Die Bewilligung steht, das Spielsperren-Register gilt, die Limiten sind selbst setzbar und mit eingebauter Bedenkzeit für Erhöhungen. Die Kehrseite ist die geschlossene Liste der Gespa für erlaubte Sportarten und Wettarten – wer auf einen Markt wettet, der nicht auf der Liste steht, hat bei Swisslos keine Wette.
Loterie Romande, legende: der einzige Anbieter für die Westschweiz
Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Kontaktadresse ist Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne; das Unternehmen zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende.
Die Bewilligung ist eine Grossspiel-Bewilligung unter dem BGS, Aufsicht durch die Gespa. Eine Online-Registrierung ist möglich für Personen ab 18 Jahren mit Wohnsitz in der Westschweiz, mit nur einem Konto pro Person und mit Ausweisprüfung.
Die Spielregeln entsprechen dem Schweizer Rahmen: Verlustlimiten (1, 7, 30 Tage), Spielsperre im Register, Cash-Out als Online-Funktion ohne Garantie auf jeden Markt. Die konkreten Werte sind in den Spielregeln der Loterie Romande festgelegt, die im Aufsatz der LW vergleichbar sind.
Das Preisurteil: Loterie Romande Jouez Sport ist das Pendant zu Swisslos für die Westschweiz. Die Bewilligung steht, der Schutz ist gleich, das Wettprogramm folgt der gleichen Liste. Für Wettende in Genf, Vaud oder Freiburg ist sie die einzige inländische Option mit Schweizer Bewilligung – wer auf eine Wettanbieter im Inland setzen will, ist hier richtig.
Ausländische Anbieter: was «ohne Schweizer Bewilligung» konkret heisst
Die acht ausländischen Anbieter auf der Liste haben keine Schweizer Bewilligung, was die Liste nicht wertlos macht. Interwetten, BillyBets, Bettilt, Rollbit, FortuneJack, Boomerang Bet, Cloudbet und BDMBet sind Namen, die Schweizer Spielerinnen und Spieler aus Werbung, Affiliate-Seiten oder Sportforen kennen. Was ihre Präsenz auf einer seriösen Vergleichsseite rechtfertigt, ist genau das: Sie sind da, Schweizer Spielerinnen und Spieler treffen auf sie, und ein Vergleich ohne sie ist ärgerlich.
Was «ohne Bewilligung» konkret heisst:
- Eine ausländische Lizenz hat in der Schweiz keine Wirkung. Eine Lizenz aus Malta, Curaçao, Deutschland oder anderswo erlaubt dem Anbieter nicht, in der Schweiz Sportwetten zu betreiben.
- Die Schweizer Spielsperre greift nicht. Wer bei einem Schweizer Anbieter gesperrt ist, kann bei einem ausländischen Anbieter weiterspielen, weil das Register nur die Schweizer Anbieter bindet.
- Es gibt keine Schweizer Aufsicherung. Die Gespa sieht diese Anbieter nicht; es gibt keine Schweizer Instanz, an die sich ein Spieler mit einer Beschwerde wenden kann.
- Die Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen. Schweizer Telekomanbieter sperren gesperrte Domains per DNS – die Seite ist für Schweizer IP-Adressen unerreichbar, aber durch VPN oder Domain-Hopping wieder erreichbar.
- Werbung für diese Anbieter ist in der Schweiz verboten. Wer in der Schweiz Werbung für ein ausländisches Glücksspiel macht, kann mit einer Busse bis zu CHF 500’000 belangt werden.
Das ist die andere Seite der Bewilligung in der Tabelle. Die Lizenz in Malta oder Curaçao hat in der Schweiz keine Wirkung; die Spielerinnen und Spieler in der Schweiz spielen ohne Schweizer Schutz. Was sie spielen, ist die Wette selbst – mit einer Lizenz, die nicht greift, einer Aufsicht, die nicht sieht, und einem Register, das nicht sperrt.
Übersicht und Einordnung: was Basketball-Wetten in der Schweiz sind
Basketball ist eine der wenigen Sportarten, bei denen die Schweiz eine breite Palette an Ligen und Turnieren zeigt, aber gleichzeitig eine enge Auswahl an Anbietern. Die Spielregeln sind nach den FIBA-Regeln aufgebaut: ein Basketballspiel besteht aus vier Vierteln zu je 10 Minuten; in der NBA dauert jedes Viertel 12 Minuten. Bei Gleichstand nach dem vierten Viertel folgt eine Verlängerung von 5 Minuten, die so lange wiederholt wird, bis ein Sieger feststeht. Auf dem Feld stehen je Mannschaft fünf Feldspieler gleichzeitig; bis zu sieben Auswechselspieler können beliebig oft eingewechselt werden.
Beim Basketball werden Treffer unterschiedlich bewertet: Ein Freiwurf zählt 1 Punkt, ein Wurf aus dem Feld zwei, ein erfolgreicher Distanzwurf hinter der Dreierlinie bringt drei Zähler. Ein Angriff dauert im regulären Betrieb maximal 24 Sekunden. Der Korb hängt auf einer Höhe von 3,05 Metern, wobei die Dreierlinie international bei 6,75 Metern und in der NBA bei 7,24 Metern verläuft.
Was diese Zahlen für die Wette bedeuten: Eine Wette auf den Sieger zählt das Spielergebnis nach allenfalls Verlängerung – oder nach der regulären Verlängerung, je nach Wettprogramm. Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Auf Basketball bezogen heisst das: Die reguläre Spielzeit sind 4 × 10 (FIBA) oder 4 × 12 (NBA) Minuten; Verlängerung zählt nur, wenn das Wettprogramm es sagt.
Eine Wette auf die Gesamtpunktzahl zählt alle Punkte aus dem Spiel – einschliesslich Verlängerung, sofern das Wettprogramm es so vorsieht. Eine Wette auf das Handicap bezieht sich auf den Punktestand zum Ende des Spiels, wieder mit derselben Klausel. Eine Wette auf ein Viertel-Ergebnis zählt nur dieses Viertel, nicht die anderen.
Wer Basketball in der Schweiz spielt
Wer in der Schweiz auf Basketball wettet, wettet in der Regel auf NBA, EuroLeague oder ein FIBA-Turnier. Die nationale Meisterschaft in der Schweiz hat im Wettprogramm einen kleinen Stellenwert. Die Quoten auf den grossen Märkten sind eng, die Marge niedrig, die Auswahl an Wettarten gross (Siegwette, Handicap, Über/Unter, Spielerwetten auf Punkte, Viertel-Wetten). Die Quoten auf kleinen Märkten sind weiter, die Marge höher, die Auswahl an Wettarten kleiner.
Was der Markt für den Wettenden bedeutet: Die grossen Märkte sind günstig zu spielen, weil die Marge niedrig ist; die kleinen Märkte sind teuer, weil die Marge hoch ist. Wer auf Dauer spielen will, achtet auf die Marge; wer einmalig auf einen Ausgang setzt, achtet auf den Ausgang.
Rechtslage: warum die Liste nur zwei Namen trägt
Die Rechtslage der Sportwetten in der Schweiz ruht auf dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019; Art. 3 lit. c und e). Aufsichtsbehörde ist die Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht, Bern; Geldspielkonkordat in Kraft seit 1.1.2021), nicht die ESBK, die nur Casinos beaufsichtigt. Eine Bewilligung braucht eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung pro Spiel (Art. 21-25 BGS) und gilt nur in der Schweiz (Art. 4 BGS).

Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos, Produkt Sporttip, und Loterie Romande, Produkt Jouez Sport. Service-Gebiete: Swisslos für die deutschsprachigen Kantone, das Tessin und Liechtenstein; Loterie Romande für FR, GE, JU, NE, VD und VS. Ein Online-Konto braucht Wohnsitz in der Schweiz (Art. 47 Abs. 3 VGS) und in der Praxis im Vertragsgebiet des Anbieters.
Was gewettet werden darf: nur Sportereignisse – Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehshows sind nicht erlaubt. Das erlaubte Angebot ist eine geschlossene Liste: die Gespa-Liste der erlaubten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten (Art. 25 BGS, Art. 29 VGS). Die Liste zeigt keine Eckball- oder Kartenmärkte und keinen Esports-Bereich. Veranstaltungen mit überwiegend Minderjährigen sind ausgeschlossen (Art. 25 Abs. 2 BGS). Live-Wetten sind erlaubt, Prematch und Live, wo der Anbieter eine entsprechende Bewilligung hat; das BGS enthält keine statutarische Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte.
Was das für die Wette heisst
Die geschlossene Liste bedeutet: Was auf der Liste steht, darf gewettet werden; was nicht auf der Liste steht, ist auf dem Schweizer Markt nicht verfügbar. Eine Wette auf den Sieger eines NBA-Spiels ist verfügbar; eine Wette auf die Anzahl der Dunkings eines Spielers ist verfügbar, wenn die Liste es erlaubt; eine Wette auf den Sieger einer Qualifikationsrunde ist nur verfügbar, wenn die Liste die Qualifikationsrunde ausdrücklich nennt.
Die Liste ist die Schweizer Variante des «Was darf gespielt werden» – sie ist enger als das, was internationale Anbieter anbieten, aber sie ist auch konsistent, was die Anbieter auf Schweizer Boden anbieten dürfen. Wer eine Wette auf einen Markt will, der nicht auf der Liste steht, hat bei Swisslos oder Loterie Romande keine Wette – und hat auf einem ausländischen Anbieter eine Wette ohne Schweizer Schutz.
Wer Schutz für Werbung hat
Werbung darf nicht überwiegen oder irreführen oder auf Minderjährige oder gesperrte Personen zielen (Art. 74 BGS); Werbung für in der Schweiz nicht erlaubtes Glücksspiel ist verboten (Art. 74 Abs. 3) und wird mit einer Busse bis zu CHF 500’000 bestraft (Art. 131 BGS). Gratiswetten oder Gratisguthaben brauchen die vorherige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS).
Was das in der Praxis heisst: Wer in der Schweiz eine Werbung für ein ausländisches Wettanbieter sieht, sieht eine verbotene Werbung. Die Strafe trifft den Werbenden, nicht den Wettenden – aber der Wettende sieht auf seinem Bildschirm einen Anbieter, der in der Schweiz nicht erlaubt ist.
Spielregeln: die Basketball-Grundlagen für die Wette
Vier Viertel zu je 10 Minuten nach FIBA-Regeln, 12 Minuten in der NBA – wer auf Basketball wettet, sollte wissen, wie lange ein Viertel dauert, weil Über-Quoten mit der Spielzeit verknüpft sind. Eine Über-Wette auf 220,5 Punkte ist eine andere Wette als eine Über 200,5 Punkte; die Spannweite ergibt sich aus dem Tempo und der Effizienz der beiden Mannschaften.

Bei Gleichstand nach dem vierten Viertel folgt eine Verlängerung von 5 Minuten. Die Verlängerung wird so lange wiederholt, bis ein Sieger feststeht. Auf dem Feld stehen je Mannschaft fünf Feldspieler; bis zu sieben Auswechselspieler können beliebig oft eingewechselt werden. Ein Angriff im Basketball darf höchstens 24 Sekunden dauern, im US-College-Basketball gelten 35 Sekunden. Im FIBA-Basketball liegt die Drei-Punkte-Linie seit der Saison 2010/11 bei 6,75 m; in der NBA liegt sie bei 7,24 m.
Punkte zählen
Ein Freiwurf zählt 1 Punkt, ein Treffer innerhalb der Drei-Punkte-Linie 2 Punkte, ein Treffer von jenseits der Drei-Punkte-Linie 3 Punkte. Der Basketballkorb hängt 3,05 m hoch. Eine Wette auf die Gesamtpunktzahl zählt alle Punkte aus dem Spiel – einschliesslich Verlängerung, sofern das Wettprogramm es vorsieht.
Zeit, Score und Spieltempo
Ein typisches NBA-Spiel endet zwischen 200 und 240 Punkten. Ein typisches FIBA-Spiel zwischen 140 und 180 Punkten. Eine Über-Über-Wette auf 220,5 in einem Spiel zwischen zwei starken NBA-Mannschaften liegt näher am üblichen Wert; eine Über-Wette auf 180,5 in einem EuroLeague-Spiel liegt näher am unteren Rand des Üblichen. Die Quote spiegelt diese Einschätzung; die Marge kommt on top.
Verletzungen und Reisestage
Eine Verletzung des Starspielers verändert die Wette. Wer auf eine Wette setzt, sollte die Aufstellung kurz vor dem Spiel kennen – das ist auf den grossen Märkten leicht, auf kleinen Märkten schwer. Eine Reisestrapaze (Back-to-back, drei Spiele in vier Nächten) beeinflusst die Leistung; im NBA-Spielplan mit 82 Spielen pro Saison sind Reisestrapazen häufig und ein Faktor in der Prognose.
Marge: was die Quote wirklich kostet
Die Marge ist der Preis, den jede Wette an den Anbieter zahlt. Sie ist in der Quote eingebaut, nicht aufgeschlagen, und sie ist der Grund, warum eine Quote von 1.90 / 1.90 nicht fair ist, sondern eine Auszahlungsquote von etwa 95 % hat.
Für einen Zwei-Wege-Markt mit beiden Quoten 1,90 ist die Auszahlungsquote 1 / (1/1,90 + 1/1,90) ≈ 0,95 – die Marge liegt entsprechend bei rund 5 %. Das ist der untere Rand des Üblichen auf grossen Märkten wie NBA- oder EuroLeague-Siegwetten. Bei kleineren Märkten, in unteren Ligen oder im Spielbetrieb, liegt die Marge höher – sie kann auf 7 bis 10 % steigen, auf exotischen Märkten noch höher.
Warum die Marge zählt
Wer 1’000 Wetten zu gleichen Einsätzen platziert, verliert etwa 5 % seines Gesamtvolumens an die Marge, unabhängig davon, wie gut die Tipps sind. Bei einer Marge von 5 % und einem Einsatz von CHF 10 pro Wette verliert der Wettende CHF 500 auf 1’000 Wetten – im statistischen Mittel, vor dem eigenen Können. Wer dieses Können hat und eine Marge von 5 % schlägt, gewinnt. Wer es nicht hat, verliert den statistischen Mittelwert plus den eigenen Fehler.
Was die Marge nicht zeigt
Die Marge zeigt nicht, wie gut der Anbieter die Quoten setzt. Ein Anbieter mit einer engen Marge kann trotzdem schlechte Quoten für bestimmte Ausgänge anbieten, weil er den Markt in eine Richtung drücken will. Ein Anbieter mit einer weiten Marge kann trotzdem gute Quoten für bestimmte Ausgänge anbieten, weil er auf einem Markt mit wenig Wettbewerb aktiv ist. Die Marge ist ein Anfang der Bewertung, kein Ende.
Beste Wettanbieter: was die Bewertung trägt
Eine Bewertung der besten Wettanbieter trägt auf vier Säulen: Bewilligung, Limits, Wettangebot und Auszahlung. Die Bewilligung trennt die zwei Schweizer Anbieter von den acht ausländischen; die Limits zeigen, was ein Anbieter pro Wette und pro Person annimmt; das Wettangebot zeigt, was ein Anbieter überhaupt anbietet; die Auszahlung zeigt, wie schnell und auf welchem Weg ein Anbieter auszahlt. Auf den Schweizer Anbietern sind alle vier Säulen mit dem Schweizer Standard verbunden; auf den ausländischen Anbietern sind sie es nicht.
Swisslos Sporttip: die Basis
Swisslos Sporttip ist die Basis für Wettende in der Deutschschweiz und im Tessin. Die Bewilligung steht, das Spielsperren-Register gilt, die Limiten sind selbst setzbar, das Wettangebot folgt der Gespa-Liste. Die Kehrseite: Die Liste ist geschlossen, die Auswahl ist nicht garantiert auf jeden Markt, die Quotenboosts und der Kombiboost sind an Bedingungen geknüpft.
Für Wettende, die in der Schweiz mit Schweizer Bewilligung spielen wollen, ist Sporttip die einzige Option auf der Deutschschweiz – und sie ist eine seriöse Option mit eingebautem Spielerschutz.
Loterie Romande Jouez Sport: das Pendant
Loterie Romande Jouez Sport ist das Pendant für Wettende in der Westschweiz. Die Bewilligung steht, der Schutz ist gleich, das Wettprogramm folgt der gleichen Liste. Für Wettende in Genf, Vaud oder Freiburg ist sie die einzige inländische Option mit Schweizer Bewilligung.
Interwetten: ein Name ohne Schweizer Hintergrund
Interwetten ist ein Name, den Schweizer Spielerinnen und Spieler kennen, ohne Schweizer Hintergrund. Eine Lizenz aus dem EU-Raum hat in der Schweiz keine Wirkung; das Werben für Interwetten in der Schweiz ist verboten. Wer bei Interwetten spielt, spielt ohne Schweizer Schutz – und mit dem Risiko, dass die Seite auf der Gespa-Sperrliste landet.
BillyBets: ein Name ohne Schweizer Hintergrund
BillyBets ist eine Marke, die bei Schweizer Spielern etwa durch Affiliate-Marketing bekannt geworden ist. Eine Lizenz aus dem Ausland bleibt in der Schweiz wirkungslos; zudem ist Werbung für solche Angebote in der Schweiz untersagt, weshalb der Anbieter hier keine legale Basis hat.
Bettilt: ein Name ohne Schweizer Hintergrund
Bettilt ist eine weitere Plattform, die ohne Schweizer Bewilligung operiert. Da hier keine schweizerische Zulassung vorliegt, findet das Spielgeschehen ausserhalb der regulierten Schweizer Spielumgebung statt. Für Kunden bedeutet dies insbesondere das Fehlen einer offiziellen Aufsicht oder eines schweizweiten Spielersperrschutzes.
Rollbit: ein Name ohne Schweizer Hintergrund
Rollbit bietet seine Dienste ohne Schweizer Bewilligung an. Wer sich auf solche Plattformen einlässt, nutzt ein Angebot, das nicht der Schweizer Aufsicht unterliegt, was bei eventuellen Unstimmigkeiten die Durchsetzung von Ansprüchen erheblich erschweren kann.
FortuneJack: ein Name ohne Schweizer Hintergrund
FortuneJack operiert ohne Schweizer Bewilligung. Spielerinnen und Spieler sollten sich bewusst sein, dass der Schutz des Schweizer Geldspielgesetzes hier nicht greift und keine Schweizer Instanz für Beschwerden zur Verfügung steht.
Boomerang Bet: ein Name ohne Schweizer Hintergrund
Boomerang Bet gehört zu den Plattformen, die in der Schweiz ebenfalls keine Zulassung besitzen. Das Fehlen einer Schweizer Lizenz ist hier das entscheidende Merkmal, das den Anbieter von den staatlich lizenzierten Schweizer Alternativen abgrenzt.
Cloudbet: ein Name ohne Schweizer Hintergrund
Cloudbet tritt am Markt ohne Schweizer Bewilligung auf. Eine Lizenz aus einem anderen Land ist in der Schweiz rechtlich wirkungslos; das Angebot findet daher ausserhalb des geschützten Rahmens statt, womit auch der Spielerschutz gemäss schweizerischem Gesetz entfällt.
BDMBet: ein Name ohne Schweizer Hintergrund
BDMBet ist ein weiterer Anbieter, der ohne die notwendige Schweizer Bewilligung operiert. Eine regulatorische Anbindung an den Schweizer Markt oder eine entsprechende Überwachung existiert hier nicht, was bei Konflikten den Rechtsweg für Schweizer Kunden faktisch ausschliesst.
Häufige Fragen
Wer darf in der Schweiz auf Basketball wetten?
In der Schweiz dürfen nur Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport Sportwetten anbieten. Swisslos bedient die deutschsprachigen Kantone, das Tessin und Liechtenstein; Loterie Romande bedient die sechs Westschweizer Kantone. Eine Online-Registrierung verlangt Wohnsitz im jeweiligen Gebiet, Alter ab 18 Jahren und keine bestehende Spielsperre. Ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung sind auf Schweizer Boden nicht erlaubt; Werbung für sie ist verboten.
Zählt die Verlängerung zur regulären Spielzeit?
Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Beim Basketball heisst das: Die reguläre Spielzeit sind 4 × 10 Minuten (FIBA) oder 4 × 12 Minuten (NBA); Verlängerung zählt nur, wenn das Wettprogramm es ausdrücklich sagt – etwa bei einer Wette auf den Sieger nach Verlängerung.
Was bedeuten Handicap und Über/Unter, und wie wirkt sich die Marge aus?
Handicap verschiebt die Ausgangslage: Eine Mannschaft bekommt Punkte dazu oder abgezogen, die Wette gilt, wenn das korrigierte Ergebnis die Bedingung erfüllt. Über/Unter fragt nach der Summe der Punkte beider Mannschaften – über oder unter einer Schwelle. Die Marge ist der Anteil, den der Anbieter vom Markt einbehält, und sie ist in jeder Quote eingebaut. Bei einer Quote von 1,90 / 1,90 liegt die Marge bei rund 5 %; bei exotischen Märkten oder kleinen Ligen liegt sie oft darüber.
Wie entsteht eine Basketball-Prognose, und warum gibt es keinen sicheren Tipp?
Eine Prognose nutzt Statistik zu Form, Trefferquoten, Ausfällen und Reisestrapazen, um die Wahrscheinlichkeit jedes Ausgangs zu schätzen. Ein Value Bet liegt vor, wenn die Quote des Marktes die eigene Schätzung übersteigt. Es gibt keinen sicheren Tipp: Selbst eine Quote von 1,01 hat eine Verlustwahrscheinlichkeit von 1 %, und im Basketball verlieren die besten Mannschaften regelmässig. Statistik hilft, die Wahrscheinlichkeit besser zu schätzen; sie macht die Zukunft nicht sicher.
Welche Verlustlimiten müssen vor der ersten Wette gesetzt werden, und wann gelten Änderungen?
Bei Sporttip sind das Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage mit einer Obergrenze von CHF 9’999 (unter 21 Jahren CHF 1’000). Eine Senkung gilt sofort; eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage möglich. Die Limite ist eine Verlustlimite, kein Einzahlungslimit: Sie misst den Nettoverlust.
Wie hoch ist die Steuer auf Gewinne aus Sportwetten?
Gewinne aus Schweizer Sportwetten sind bis zum Steuerfreibetrag einkommensteuerfrei; die Bundesschwelle liegt ab 1.1.2026 bei CHF 1’071’000 (2025: CHF 1’070’400), die kantonale Schwelle variiert, daher «je nach Kanton». Über der Schwelle zieht der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ab, die über die Steuererklärung zurückgefordert werden kann. Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen keiner Verrechnungssteuer; die kantonale Praxis im Thurgau behandelt solche Gewinne jedoch als voll steuerbares Einkommen.
Geschrieben von der Redaktion „Wettgewinneinfo”.
