Quotenrechner Sportwetten 2026: Was ein Wettrechner leistet, was er verschweigt und was er kostet
Ein Wettgewinn ist Rechenwerk: Einsatz mal Quote. Daraus folgt jeder Brutto- und Nettogewinn, den ein Quotenrechner anzeigt, jede Kombiquote und jede Systemwette. Wer ein paar Grundlagen versteht, liest jede Auszahlungstabelle und jede Quotenbewegung richtig ein – und erkennt, warum derselbe Rechner auch Wetten durchrechnet, die ein Schweizer Veranstalter gar nicht anbietet. Im Mittelpunkt steht die Frage, was eine Berechnung der Leserin wirklich bringt – und was nur vom Anbieter ablenkt.

Diese Seite gilt dem Stand 20 Oktober 2026, geprüft gegen die Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten und Veranstalterbedingungen (Sporttip Spielregeln Version 4.2, Online-Bedingungen Swisslos, Règlement Jouez Sport).
Inhaltsverzeichnis
- Spielerschutz zuerst: was jeder Rechner ignoriert
- Wettformen: was ein Rechner abrechnen muss
- Quotenformate: lesen, umrechnen, prüfen
- Quotenrechner im Vergleich: was die Werkzeuge können
- Schweizer Bewilligung: warum sie über den Rechner entscheidet
- Einsatzlimits und Steuern: der wahre Preis hinter jeder Quote
- Auszahlungsquote und Marge: das, was kein Rechner zeigt
- Sporttip Sporttip: das Maximum aus dem Schweizer Wettkonto
- Loterie Romande Jouez Sport: das Westschweizer Gegenstück
- Ausländische Anbieter: warum der Rechner trotzdem nützlich ist
- Berechnung an einem Beispiel: was eine faire Quote wert ist
- Wer mit dieser Seite arbeiten sollte
- Häufig gestellte Fragen zum Quotenrechner
Spielerschutz zuerst: was jeder Rechner ignoriert
Jede Quote, die ein Rechner verarbeitet, blendet einen Faktor aus: ob der Einsatz zum Budget passt. Die Schweizer Veranstalter verlangen vor der ersten Wettenabgabe, dass Spielende Verlustlimiten setzen – bei Sporttip für 1, 7 und 30 Tage, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 pro Monat und CHF 1’000 unter 21 Jahren. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden, und zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage setzen. Wer diese Schwellen an seinem eigenen Einkommen misst, erkennt, dass die Quote nur eines von mehreren Risiken ist, die ein Zettel auf dem Küchentisch verschleiert.

Eine Spielsperre lässt sich produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst setzen, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Sperre wird in ein schweizweites Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine Wette, die unter einer Sperre platziert wird, hat keinen Anspruch auf Auszahlung – der Einsatz wandert nicht zurück.
Was im Schutz fehlt: eine fixe staatliche Einsatzobergrenze. Die Limiten werden vom Veranstalter und vom Spielenden gemeinsam festgelegt, nicht vom Gesetz diktiert. Wer seine Limite zu hoch setzt, weil ein «Boost» im Wettschein lockt, hat den Rechner bereits geschlagen – nur ist dieser Sieg an einem ganz anderen Ort entschieden worden als auf dem Wettschein.
Wettformen: was ein Rechner abrechnen muss
Die einfachste Form ist die Einzelwette. Der Reingewinn ist Einsatz × (Quote − 1), die Auszahlung Einsatz × Quote. Bei einer Quote von 1.90 und einem Einsatz von CHF 20 ergibt das eine Auszahlung von CHF 38 und einen Reingewinn von CHF 18. Der Rechner erledigt diese Rechnung in einer Zeile, und genau deshalb steht sie am Anfang jeder Anleitung.

Die Kombiwette multipliziert die Einzelquoten. Wer drei Tipps zu 1.80, 2.10 und 1.95 kombiniert, spielt mit einer Gesamtquote von rund 7.37. Bei einem Einsatz von CHF 10 bedeutet das eine Auszahlung von CHF 73.70, einen Reingewinn von CHF 63.70. Der Einsatz gilt für die gesamte Wette, und gewonnen ist sie nur, wenn jedes einzelne Ereignis richtig getippt wurde. Mit jeder weiteren Voraussage wächst die Quote, aber die Trefferwahrscheinlichkeit sinkt multiplikativ – drei Ereignisse mit Annahme 60 % Trefferquote landen bei 21.6 %, vier nur noch bei 12.96 %. Der Rechner zeigt diesen Mechanismus nicht; er rechnet nur, was übrig bleibt, wenn alle Treffer eintreffen.
Die Systemwette fasst mehrere ähnliche Kombinationswetten zusammen und wird als «X aus Y» angegeben – zum Beispiel «3 aus 4». Jede entstehende Kombination heisst Wettreihe. Eine Trixie kombiniert drei Voraussagen in Wettreihen zu zwei und drei Voraussagen und besteht insgesamt aus vier Wettreihen, die mit jeweils eigenen Einsätzen belegt werden. Beim Yankee sind es vier Voraussagen in elf Wettreihen, beim Heinz sechs Voraussagen in 57 Wettreihen. Ein Rechner, der Systemwetten abdeckt, muss die Wettreihen einzeln ausweisen – nicht nur die Gesamtsumme, weil die Trefferwahrscheinlichkeit davon abhängt, welche Reihen gewinnen.
Bei Sporttip gilt zusätzlich: voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung werden nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert. Wer ohne diese Funktion zwei Wetten aus demselben Spiel kombiniert, riskiert die Annahme zu Unrecht – Swisslos kann die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten.
Quotenformate: lesen, umrechnen, prüfen
In der Schweiz gilt die Dezimalquote als Standard – die Zahl, mit der der Einsatz multipliziert wird, um die Auszahlung zu erhalten. Eine Quote von 5.50 bedeutet bei einem Einsatz von einem Euro eine Auszahlung von 5.50 Euro und einen Reingewinn von 4.50 Euro.
Die Bruchquote, im britischen Markt verbreitet, gibt das Verhältnis von Gewinn zu Einsatz an. Eine Quote 9/2 bedeutet 9 Euro Gewinn pro 2 Euro Einsatz, plus 2 Euro Einsatz zurück – als Dezimalquote ergibt das 5.50. Dieselbe Quote lautet als US-Quote +450, weil dort der Gewinn auf 100 basiert und das Vorzeichen die Favoritenrolle markiert: positiv heisst Aussenseiter, negativ heisst Favorit.
Eine Dezimalquote von 1.40 entspricht der Bruchquote 2/5 und der US-Quote −250. Bei einer US-Quote von −250 müssen 250 Dollar eingesetzt werden, um 100 Dollar Gewinn zu erzielen – die Auszahlung beträgt damit 350 Dollar. Wer ein Rechner-Resultat in eine andere Quote umrechnen will, geht über die Auszahlung: Auszahlung in Prozent des Einsatzes minus 100 Prozent ist die Bruchquote, mit -100-Vorzeichen unter 2.00 oder +100-Vorzeichen darüber die US-Quote.
Das Problem liegt nicht im Umrechnen, sondern in der Annahme, der Rechner sei neutral. Ein Quotenschlüssel von 95 % auf einem Markt heisst, dass 95 % aller Einsätze als Gewinne zurückfliessen – 5 % bleiben beim Veranstalter. Auf einem Zweiweg-Markt mit Quoten 1.90/1.90 ergibt die Summe der Kehrwerte 1.0526, die Auszahlungsquote liegt bei 95.0 %, die Marge bei 5.0 %. Bei Quoten 1.85/1.85 steigt die Marge schon auf gut 8 %, bei Quoten 1.80/1.80 auf etwa 11 % – ohne dass der Rechner das anzeigt. Wer nur die Quote sieht, sieht die halbe Information.
Quotenrechner im Vergleich: was die Werkzeuge können
| Rechner | Einzel- und Kombiwetten | Systemwetten (X aus Y) | Quotenformate | Marge und Erwartungswert |
|---|---|---|---|---|
| Rechner Sporttip | Ja | Ja, über Wettschein | Nur Dezimal | Nicht ausgewiesen |
| Rechner Jouez Sport | Ja | Ja, Multiples bis 10 Voraussagen | Nur Dezimal | Nicht ausgewiesen |
| Unabhängige Rechner im Web (Fremdanbieter) | Ja | Ja, Trixie, Yankee, Heinz, bis 20 Auswahlen | Dezimal, Bruch, US | Teilweise als Feld oder Information daneben |
| Tabellenkalkulation | Ja | Ja | Dezimal, Bruch, US mit Eigenformel | Vollständig über Auszahlungsquote |
Die Rechner der Schweizer Veranstalter rechnen nur das, was sie auch anbieten: Dezimalquoten, marktrelevante Wettformen, ohne Hinweis auf die Marge. Sie sind schnell und richtig, aber stumm zu den Mechanismen, die das Ergebnis überhaupt erst formen. Wer den Markt verstehen will, dem hilft ein zweiter Blick – auf einen Rechner, der die Marge ausweist, oder eine eigene Tabelle, in der die Auszahlungsquote selbst berechnet wird.
Unabhängige Webrechner bieten mehr Funktionen, dürfen aber auch Wetten durchrechnen, die ein Schweizer Veranstalter gar nicht anbietet – etwa Eckball- oder Kartenmärkte, esports-Wetten, exotische Kombinationen. Wer das Resultat eines solchen Rechners für eine Wette bei Sporttip oder Jouez Sport übernimmt, muss die Wette selbst so auswählen, dass sie zum Wettprogramm passt, sonst hilft der schönste Nettobetrag nichts.
Schweizer Bewilligung: warum sie über den Rechner entscheidet
In der Schweiz dürfen Sportwetten nur zwei Veranstalter anbieten: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Beide stützen ihre Bewilligung auf das Geldspielgesetz und die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019. Die Aufsicht liegt bei der Gespa, der interkantonalen Geldspielaufsicht in Bern – nicht bei der ESBK, die nur Casinos beaufsichtigt.
Das hat für den Rechner zwei Folgen. Erstens rechnet er nur das aus, was auch angenommen wird – und Sporttip nimmt Wetten über der Limite gar nicht erst an. Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000; Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern. Bei Jouez Sport liegt der Mindesteinsatz online bei CHF 2 (in Verkaufsstellen CHF 3, für Multiples CHF 2), der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten bei CHF 500, und ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten.
Zweitens darf eine Wette nur auf das entfallen, was die Gespa-Liste erlaubt – ein Markt, der nicht auf der Liste steht, ist in der Schweiz nicht legal anbietbar. Quotenrechner aus dem Ausland kennen diese Grenze nicht. Wer dort eine Wette zusammenstellt, muss jede Voraussage gegen die Schweizer Liste prüfen, bevor er sie spielt.
Einsatzlimits und Steuern: der wahre Preis hinter jeder Quote
Bei Sporttip wird der Gewinnbetrag zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet – eine unscheinbare Rundungsregel, die bei vielen kleinen Wetten pro Jahr einen spürbaren Effekt hat. Bei Jouez Sport liegt der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette bei CHF 300’000 und für alle Gewinne eines Multiples zusammen bei CHF 1’000’000; eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen.
Die Schweizer Verrechnungssteuer kennt keine Eingriffe in den Wetteinsatz – es gibt keine Wettsteuer auf den Stakes. Gewinne aus Grossspielen sind einkommensteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelwette; die Bundesschwelle liegt seit dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000 (im Jahr 2025 noch CHF 1’070’400), die kantonale Schwelle unterscheidet sich je nach Kanton. Über der Schwelle zieht der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ab, die über die Steuererklärung zurückgeholt werden kann. Ein typischer Wettgewinn bleibt darunter – keine Einkommensteuer, kein Steuerabzug, einfach die Auszahlung.
Wer bei einem ausländischen Anbieter spielt, fällt aus diesem Schutz. Gewinne von dort sind in der Schweiz grundsätzlich anders zu behandeln – die kantonale Praxis kennt Fälle, in denen ausländische Grossspielgewinne unabhängig von der Höhe steuerpflichtig sind. Wer sich nicht sicher ist, fragt seinen Steuerberater oder die kantonale Steuerverwaltung.
Auszahlungsquote und Marge: das, was kein Rechner zeigt
Ein Quotenrechner nimmt Zahlen entgegen und gibt Zahlen zurück – aber er verrät nicht, woher die Zahlen kommen. Auf einem Zweiweg-Markt mit Quoten 1.90/1.90 berechnet sich die Auszahlungsquote als 1 ÷ (1 ÷ 1.90 + 1 ÷ 1.90) = 95.0 %, die Marge als 5.0 %. Das heisst: Von jedem Franken, der gesetzt wird, fliessen rund 95 Rappen als Gewinne zurück, rund 5 Rappen bleiben beim Veranstalter. Der Rechner rechnet mit den 95 Rappen – die 5 Rappen sieht er nicht.
Auf einem Dreiweg-Markt wie der klassischen 1X2-Wette im Fussball sind die Quoten meist enger gestreut, die Margen höher – zwischen 6 und 12 %, je nach Liga und Spiel. Das ist der Preis, den der Markt für die grössere Auswahl verlangt. Wer den Reingewinn seiner Wette wissen will, rechnet mit den Quoten, die der Veranstalter anbietet. Wer den Erwartungswert wissen will, zieht die Marge ab.
Die Marge ist auch der Grund, warum Quotenboosts selten das sind, was sie versprechen. Ein Profitboost auf ein Sportereignis erhöht den möglichen Nettogewinn um einen bestimmten Prozentsatz – bei Sporttip etwa auf ausgewählten Prematch-Einzelwetten, einmal pro Wettenden und pro Wettschein nutzbar. Der Boost ändert nichts daran, dass der Veranstalter auch ohne ihn seine Marge einpreist. Wer 5 % Boost auf eine Wette mit 5 % Marge bekommt, hat die Marge gerade ausgeglichen – und nimmt erst die Mehrwertsteuer des Marktes selbst mit. Bei einer höheren Marge wird der Effekt negativ.
Sporttip Sporttip: das Maximum aus dem Schweizer Wettkonto
Sporttip läuft online und über Verkaufsstellen für die deutschsprachige Schweiz, das Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Die Online-Registrierung verlangt mindestens 18 Jahre, Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet, und keine bestehende Spielsperre. Die Identität wird über den hochgeladenen Ausweis geprüft, dazu kommt eine Datenbankabgleichung. Jede Person darf sich nur einmal registrieren.
Bei Einzel- und Kombinationswetten liegt der Einsatz zwischen CHF 1 und CHF 1’000, bei Systemwetten bis CHF 10’000 – alles stichtagsbezogen, alles änderbar. Sporttip rundet Gewinne zuerst auf zwei Nachkommastellen auf und dann auf 5 Rappen genau ab – bei vielen kleinen Wetten ein Verlustfaktor, der in der Summe sichtbar wird. Cash-Out funktioniert nur online, nur vollständig, ohne Garantie für jeden Markt, und ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen.
Der Kombiboost verlangt mindestens vier Voraussagen mit Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn Voraussagen. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines benannten Ereignisses um einen festgelegten Prozentsatz, sind einmal pro Person nutzbar und bei Cash-Out hinfällig. Wenn ein Wettereignis abgesagt und nicht innerhalb 48 Stunden nachgeholt wird, ist die Wette ungültig – Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombiwetten erhält die Voraussage Quote 1.00.
Verlangt ist dafür ein geprüftes Konto, eine gesetzte Verlustlimite, ein Schweizer Wohnsitz im Vertragsgebiet und die Bereitschaft, das Wettprogramm gegen die Gespa-Liste zu prüfen. Wer das alles akzeptiert, bekommt einen vollständig regulierten Rahmen, einen anonymisierten Schutz im Spielsperrenregister und Gewinne, die in einem Schweizer Konto landen. Wer genau das sucht, ist hier richtig aufgehoben.
Loterie Romande Jouez Sport: das Westschweizer Gegenstück
Jouez Sport bedient die Kantone Freiburg, Genf, Jura, Neuenburg, Waadt und Wallis. Veranstalterin ist die Loterie Romande mit Sitz in Lausanne, Avenue de Provence 14, mit 2’350 Verkaufsstellen und 221 Mitarbeitenden. Die Online-Registrierung läuft ähnlich wie bei Swisslos, mit Altersgrenze 18, Wohnsitz im Vertragsgebiet und einer einzigen Registrierung pro Person.
Der Mindesteinsatz online liegt bei CHF 2, in Verkaufsstellen bei CHF 3 (für Multiples CHF 2); der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten beträgt CHF 500, und ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, die Einzel- oder Gesamtquote muss zwischen 1.10 und 100’000 liegen. Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette liegt bei CHF 300’000 und für alle Gewinne eines Multiples zusammen bei CHF 1’000’000.
Wer im Vertragsgebiet der Loterie Romande wohnt und mit kleineren Limits spielt, bekommt ein vollständig reguliertes Konto, das die Rechenregeln erfüllt, die ein Quotenrechner abdeckt. Wer mit höheren Einsätzen unterwegs ist oder ein Multiples-Programm über zehn Voraussagen hinaus sucht, stösst an die Limits, die das Règlement setzt.
Ausländische Anbieter: warum der Rechner trotzdem nützlich ist
22Bet, MyStake, Interwetten, IviBet, bet365, BC Game, Bruce Bet und GG Bet haben keine Schweizer Bewilligung. Eine ausländische Bewilligung – Curaçao, Malta, Deutschland oder anderswo – hat in der Schweiz keine Kraft, weil das Gesetz die Erlaubnis an Schweizer Voraussetzungen knüpft. Organisieren ohne Schweizer Bewilligung ist ein Vergehen mit Busse bis CHF 500’000 für Werbung und bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe für den kommerziellen Betrieb.
Wer trotzdem spielt, ist nicht strafbar – aber ungeschützt. Kein Anschluss an das Schweizer Spielsperrenregister, keine Schweizer Aufsicht, keine Sperrliste gegen den Anbieter, falls nötig. Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste mit Domains ausländischer Anbieter; Schweizer Telekom-Anbieter sperren sie per DNS, und die Liste wird regelmässig aktualisiert – Stand Ende 2025 waren 671 Domains aufgeführt. Ein Wechsel auf eine neue Domain wird innert Stunden ersetzt, ein Katz-und-Maus-Spiel, das die Gespa offen benennt.
Das entwertet den Rechner aus dem Ausland nicht. Wer bei einem Schweizer Veranstalter spielt, kann mit einem beliebigen Rechner ausrechnen, was eine Wette bei einem ausländischen Anbieter bei gleicher Quote bringen würde – als Kontrollgrösse gegen die eigene Intuition oder zur Modellierung komplexerer Wetten, die das Schweizer Wettprogramm nicht abdeckt. Nur spielen sollte man dort nicht, wenn man in der Schweiz wohnt.
Berechnung an einem Beispiel: was eine faire Quote wert ist
Ein Zweiweg-Markt mit Quoten 1.90 / 1.90 ist die gängigste Bildebene für eine Erklärung – nicht der Preis einer echten Wette, sondern ein didaktisches Beispiel für die Mechanik. Addiert werden die Kehrwerte: 1 ÷ 1.90 = 0.5263, zweimal ergibt 1.0526. Die Auszahlungsquote beträgt 1 ÷ 1.0526 = 95.0 %. Die Marge, das heisst der Anteil, der beim Veranstalter bleibt, liegt bei 100 % − 95.0 % = 5.0 %. Bei einem typischen Fussballspiel mit drei Ausgängen (1 / X / 2) liegt die Marge im Bereich von 6 bis 12 %, je nach Markt und Spiel.
Diese Marge zieht der Erwartungswert über lange Strecken ab. Wer 100 Wetten à CHF 10 bei einer durchschnittlichen Auszahlungsquote von 95 % platziert, spielt um ein Gesamteinsatzvolumen von CHF 1’000 – und erhält im Mittel CHF 950 zurück. Das ist der erwartete Verlust, kein garantierter; einzelne Spielerinnen können sehr kurzfristig deutlich im Plus liegen, aber jeder einzelne Einsatz bezahlt im Schnitt seinen Preis. Wer das im Kopf hat, sieht einen «Boost» von 10 % auf einem Markt mit 10 % Marge als Nullsummenspiel und einen von 10 % auf einem Markt mit 5 % Marge als ehrlichen, kleinen Vorteil – vorausgesetzt, der Boost wird ohne Verlust an Quote gewährt.
Wer mit dieser Seite arbeiten sollte
Wohnsitz in der deutschsprachigen Schweiz, im Tessin oder im Fürstentum Liechtenstein: Sporttip mit gesetzter Limite, einem Konto, das die Schweizer Verlustlimitenregel anwendet, und der Bereitschaft, die Quote gegen die Marge zu lesen. Wohnsitz in der Romandie: Jouez Sport mit denselben Spielregeln, angepasst an das eigene Règlement. Wer in der Schweiz wohnt und bei einem ausländischen Anbieter spielen will: Besser die Finger davon lassen, weil die Rechenregeln gleich sind, der Schutz aber fehlt.
Alle Rechner, die diese Seite erwähnt, sind Werkzeuge, die mit den vom Veranstalter genannten Quoten funktionieren. Wer ein bisschen versteht, wie die Zahlen entstehen, erkennt, dass hinter jeder Quote eine Annahme über die Wahrscheinlichkeit und eine Marge steckt – und nutzt den Rechner als das, was er ist: eine Methode, eigene Wetten zu prüfen, nicht ein Ersatz für sie.
Häufig gestellte Fragen zum Quotenrechner
Wie wird der Reingewinn einer Sportwette aus Einsatz und Quote berechnet?
Der Reingewinn ist Einsatz × (Quote − 1). Bei einer Quote von 2.50 und einem Einsatz von CHF 20 ergibt das einen Reingewinn von CHF 30 und eine Auszahlung von CHF 50 – abzüglich einer allfälligen Rundung auf die nächste 5-Rappen-Stufe. Bei Kombiwetten werden die Einzelquoten multipliziert, und der Einsatz wird mit der Gesamtquote multipliziert.
Wie unterscheiden sich Dezimal-, Bruch- und US-Quoten, und wie lassen sie sich umrechnen?
Die Dezimalquote gibt die Auszahlung pro 1 Einsatz an, 2.50 entspricht 6/4 als Bruchquote und +150 als US-Quote. Eine US-Quote mit negativem Vorzeichen heisst Favorit und gibt an, wie viel Einsatz nötig ist, um 100 Gewinn zu erzielen; −200 bedeutet 200 Einsatz für 100 Gewinn. 1.40 dezimal entspricht 2/5 als Bruch und −250 als US-Quote.
Wie wird die Gesamtquote einer Kombiwette berechnet, und warum sinkt die Trefferchance mit jeder weiteren Voraussage?
Die Gesamtquote ist das Produkt der Einzelquoten. Bei 1.80, 2.10 und 1.95 ergibt das rund 7.37. Jede weitere Voraussage multipliziert die einzelnen Trefferwahrscheinlichkeiten – vier Ereignisse mit Annahme 60 % landen bei rund 12.96 %, fünf nur noch bei etwa 7.78 %. Die Quote wächst, die Trefferchance schrumpft schneller.
Was ist eine Systemwette, und wie viele Einzelwetten stecken etwa in einer Trixie?
Eine Systemwette kombiniert mehrere ähnliche Kombinationswetten und wird als «X aus Y» notiert. Eine Trixie auf drei Voraussagen besteht aus vier Wettreihen – drei Kombis zu je zwei und eine zu drei Voraussagen – und jede Reihe wird mit einem eigenen Einsatz belegt. Beim Yankee auf vier Voraussagen sind es elf Reihen, beim Heinz auf sechs Voraussagen 57.
Welche Mindest- und Höchsteinsätze gelten bei Sporttip und Jouez Sport?
Bei Sporttip liegt der Einsatz zwischen CHF 1 und CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombiwette, bei Systemwetten bis CHF 10’000. Bei Jouez Sport ist der Online-Mindesteinsatz CHF 2, in Verkaufsstellen CHF 3; der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten beträgt CHF 500, ein Multiples-Wettschein darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten.
Zeigt ein Quotenrechner die Marge des Anbieters, und was bedeutet diese für den Erwartungswert auf lange Sicht?
Die meisten Rechner zeigen die Marge nicht, sie rechnen nur die Quoten weiter. Die Marge ergibt sich aus der Differenz zwischen 100 % und der Auszahlungsquote, also dem Kehrwert der Summe der reziproken Quoten aller Ausgänge. Über lange Strecken zieht jede Marge einen erwarteten Verlust ab – bei 5 % Marge verliert ein Wettender rund 5 % seines Umsatzes im Mittel, auch wenn einzelne Wetten deutlich im Plus enden.
Erstellt von der Redaktion von „Wettgewinneinfo”.
